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Samstag, 21. April 2018
Katrins Zauberküche
lori, 09:37h
Ich schaffe heute nur einen Kurzeintrag. Was leider der oppulenten Menüvielfalt und den geschmacklichen Highlights nicht gerecht wird - die Köchin möge sich bitte deshalb nicht gekränkt fühlen... Übrigens: Nicht nur das Auge isst mit, sondern das Ohr auch. Oder wie klingt folgende Menüfolge für Euch?
Gebratener grüner Spargel mit Kapern und Chili Seeteufel und Rotbarsch in knuspriger Kräuterhülle an Roquefort-Kartoffeln Weißer Spargel mit Limetten-Chili-Butter und Kirschtomaten-Vinaigrette Buttermöhrchen mit Petersilie Kopfsalat mit Avocado in Gurken-Vinaigrette Panna Cotta mit Beerensauce Ich lass einfach mal Bilder sprechen... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Die verschiedenen köstlichen Weißweine zum Essen kann ich auch nicht mehr rekapitulieren. Aber ein, besser zwei edle Tropfen sollen hier noch erwähnt werden: ![]() ![]() Zwei regionale Spezialitäten aus dem Hause MÄNNERHOBBY aus Klein Kussewitz vor den Toren Rostocks. Eine kleine edle Brennerei, die mit echter Handarbeit Premium-Spirituosen herstellt, deren geschmacklicher Unterschied zu herkömmlichen Alkoholika noch gaaaanz lange auf der Zunge bzw. am Gaumen bleibt! Müsst ihr mal probieren! Heute hatten wir den superintensiven Zitronenlikör und KALAND-Kümmel zum Verkosten und Genießen. Macht auf jeden Fall Lust auf mehr! Es gibt übrigens auch eine logische Verbindung zwischen beiden Getränken: Als Zutat zum Kümmel werden u.a. italienische Amalfi-Zitronen verwendet, um ein aromatisches Destillat zu gewinnen. Der köstliche Saft der Zitrusfrüche blieb immer übrig. Was lag näher, als daraus einen Likör zu machen! Gelesen haben wir anschließend aus: ![]() "Das kolumnistische Manifest" von Axel Hacke ![]() "Der Gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá. Eine Liebesgeschichte" von Jorge Amado ![]() "Gastmahl auf Gomera" von Janosch ![]() "Fußball ist unser Lieben. Neue Geschichten der Autorennationalmannschaft" ![]() "Transit" von Anna Seghers Zwischendurch selbstverfasste, noch unveröffentlichte Reiseberichte einer USA-Reise und am Ende der Versuch der Kombination aus Vorspielen von Vogelstimmen und dem Vorlesen der dazu passenden, dem Rhythmus und Klang des Rufes angepassten, Volksmundversen verschiedener Regionen aus dem Buch: ![]() "Vogelstimmen an Volksmundversen erkennen" Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie das geht? Ganz einfach: Die Goldammer ruft so. Wie klingt das? Zum Beispiel nach: "Wie wie wie hab ich Dich lieeeb!" :-) ... link (0 Kommentare) ... comment Sonntag, 25. März 2018
Grüne Heringe gebraten mit Bratkartoffeln, Gurkensalat, Spinat-Kräuter-Salat mit Stremellachs, gefüllte Eiserkuchen (Hippe), Tiramisu und Nougatparfait
lori, 01:08h
Es ist Heringszeit. Und wenn der Fischer ein paar Häuser weiter mit großer Tafel an der Straße für seinen Fang wirbt, dann greift man halt zu. Ein Dutzend bitte. Das Ausnehmen ist schnell gemacht, auch die Mieze hat ihren Teil abbekommen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer gewürzt, in Mehl gewendet und ab in die Pfanne. Wenn nicht alle in eine passen, kann man die Fertigen gut im Backofen bei 100 °C warm halten. Mit Ringen einer roten Zwiebel, Zitronenstückchen und gehackter Petersilie garniert servieren. Dazu eine gute Portion Bratkartoffeln und Gurkensalat.
![]() ![]() ![]() Soweit so klassisch. Die Exotik kam mit einem Spinat-Feldsalat-Grapefruit-Gurke-Blaubeer-Sesam-Granatapfel-Kreuzkümmel-und-was-weiss-ich-nich-noch-alles-Salat mit Stremellachs auf den Tisch - hammerlecker! ![]() Zum Dessert dann drei (!) Gänge: Gefüllter Eiserkuchen Findet man bei der Rezeptsuche auch als Hippe, Neujahrshörnchen, Klemmkuchen. Ein ursprünglich norwegisches splittrig mürbes Gebäck. In diesem Fall mit Zimtaroma. Das besondere ist, dass man sie nach dem Back heiß formen kann, z.B. zu Eistüten oder Rollen. Die Röllchen waren ein Geschenk der Senfmüllerin aus Schlemmin. Die dortige Senfmühle zieht in Kürze in eine neue Produktionsstätte. Hier kann man nicht nur zusehen und erklärt bekommen, wie die Senfsaat schonend im Kaltmahlverfahren verarbeitet wird, über 30 Sorten Steinmühlensenf verkosten und mitnehmen, sondern auch bei einer Tasse Kaffee verweilen. Und da Senf zum Kaffee nicht jedem behagt, wird es eben diese Eiserkuchen als Gebäck geben. Wir durften schon mal testen und haben sie für ausgezeichnet befunden! Gefüllt haben wir sie mit einer Mischung aus geschlagener Sahne und schwarzem Johannisbeergelee. ![]() Tirami su Diese Mascarponecreme aus Venetien dürfte bekannter sein. Wir durften heute eine Calvados-Variante probieren - sehr lecker! ![]() Nougatparfait Was das "Fürst Jaromar" in Thiessow kann, können wir auch. Zumindest haben wir das probiert, weil es dort so extem lecker war. Besteht aus Nougat, das in Milch gelöst wir, Eigelb dazu, mit geschlagener Sahne verrühren und ab in den Tiefkühler. Haben wir übrigens erst um kurz vor Mitternacht nach dem Lesen gegessen, 3x Dessert hintereinander nach Brathering satt ist nicht so einfach... ![]() Zum Leseteil: Ausführlich vorgestellt wurde uns zunächst ![]() "Nennt mich nicht Ismael" von Michael Gerald Bauer. Zu hören bekamen wir die dem jungen Leser am schönsten (weil witzigsten) vorkommende Stelle, wo es gar nicht um das Mobbing-Opfer Ismael geht, sondern um den neu in die Klasse gekommenden James Scoobie, der dem bis dato immer nur austeilenden Barry Bagsley schlagfertig Paroli bietet. Da wir heute fleischlos gegessen haben, konnte als nächstes gefahrlos ein Artikel aus der Le Monde Diplomatique 12/2017 über die uns bevorstehende Fleischproduktion aus der Retorte vorgelesen werden, ohne dass uns übel wurde. Der Artikel ist auch online verfügbar. Dann wurde es psychologisch mit ![]() "Das Lächeln am Fuß der Leiter" von Henry Miller. Wir haben den Anfang zu hören bekommen über einen Clown, der die Zirkusbesucher durch seine Performance im Trance zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat, dann aber durch einen erstmal nicht näher beschriebenen Zwischenfall (durch die Trance kann er sich an nichts erinnern) das Wohlwollen eingebüßt hat und den Zirkus verlassen hat... Wir sind auf die Fortsetzung gespannt! Es folgte eine neue sprachwissenschaftliche Vorlesung aus ![]() "Die Indoeuropäer. Herkunft, Sprachen, Kulturen" von Harald Haarmann Hierzu nur soviel: Es gibt sprachliche Parallelen zwischen den indischen Sanskrit und den europäischen Sprachen. Die These besagt, dass alle von einer indoeuropäischen Ursprache abstammen, deren Urheimat Anatolien (eine Hypothese) oder die Steppen um das Schwarze Meer (andere Hypothese) ist. Reitervölker (Viehnomaden) könnte diese nach Europa gebracht haben. Eine genetische Vermischung mit den zur Steinzeit in Europa bereits lebenden Menschen erfolgte aber wohl nicht, nur die Sprache hat sich etabliert. Naja, ein weites Feld... Belletristisch wurde es dann wieder mit ![]() "Auerhaus" von Bov Berg 80er Jahre in Westdeutschland. Noch nicht ganz Erwachsene gründen eine WG im Haus des verstorbenen Opas von Frieder, um diesen vor einem Selbtsmord zu bewahren. Der Nachbar bringt eine Axt zurück, die er sich einst vom Großvater geliehen hatte. Im Kassettenrekorder läuft "Our House". Nachbar sagt "Ah. Auerochse, Auerhaus". Und als vergnüglichen Abschied eine weitere Kolumne aus ![]() "Das kolumnistische Manifest" von Axel Hacke und zwar über einen versuchten aber verunglückten Bademantelkauf. ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 24. Februar 2018
Tafelspitz mit Meerrettichsoße
lori, 13:39h
Der Tafelspitz ist ein Gericht der Wiener Küche, das auch bei uns im Mecklenburgischen schon desöfteren auf dem Tisch stand - dank M.H., der auch diesmal wieder die Zubereitung übernommen hatte. Für das Rezept kann damit auf ältere Blogeinträge verwiesen werden.
Die Meerrettich- (oder Kren-)Sauce gehört unbedingt dazu und weitere Wurzeln als Gemüse sind ebenso passend - heute wurden leckere Schwarzwurzeln sowie Möhren (mit etwas Lauch verfeinert) serviert. Dazu Petersilienkartoffeln und ein frischer Rote-Beete-Salat mit Walnüssen des Hauses. Das erste Foto gehört aber dem Starter-Gedeck, das als Gruß des Hauses den Appetit anregen durfte: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Für die Nicht-Tafelspitz-Esser gab es Dinkelbratlinge als vegetarische Variante. Saisonal vielleicht etwas untypisch das Dessert. Aber als Wunsch des Juniors aus der Weihnachtszeit schon beim letzten Mal ob der Üppigkeit verschoben, musste es jetzt schon mal ausprobiert werden. Zutaten: Reichlich buntes Obst: ![]() ![]() Was damit nun tun? Man nehme einen Spieß, pieke ein Stück Obst und halte es unter einen sprudelnden Schokoladenbrunnen! ![]() Ein Gedenken an den Tapferen, der diesem und dem Genuss des Weines aus Fastengründen heute entsagt hat! Der Leseteil des Abends begann mit einem Ungarisch-Lehrbuch: ![]() Aus dem aber nicht vorgelesen wurde, sondern nur als Trophäe einer aufwendigen Antiquariatssuche, die bei ebay erfolgreich endete, vorgestellt wurde. Zu hören bekamen wir stattdessen ein Text zur bzw. über die ungarische Sprache, die durchaus praktische Beispiele von grammatikalischen Regeln zur Wortbildung beinhaltete, die sich aber wohl keiner der Zuhörer wirklich merken konnte. Das Prinzip aber bleibt im Gedächtnis und ist auch anderen Sprachen eigen, z.B. des Grönländisches, was zwar nicht vorgelesen, aber zumindest vorgezeigt werden konnte. Weiter ging es mit: ![]() "Was vom Tage übrig blieb" von Kazuo Ishiguro. Die Leseprobe (Prolog des Buches) war eine köstliche sprachlich formulierte Demut - Protagonist des Buches ist nämlich ein Diener in einem englischen Herrenhaus, der von seinem amerikanischen Dienstherren dazu ermuntert wird, in seiner Abwesenheit doch auch mal ein paar Tage frei zu nehmen und sich die Gegend anzusehen. ![]() "Briefe ohne Unterschrift. Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte" von Susanne Schädlich. Zum Buch: Sie schreiben Briefe und gehen ein hohes Risiko ein. Adressat: BBC London. 1949 startet die britische Rundfunksendung „Briefe ohne Unterschrift“. Anonyme Zuschriften von DDR-Bürgern werden darin verlesen, immer am Freitagabend, über 25 Jahre lang. Susanne Schädlich entdeckte diese einzigartigen Zeitdokumente und erzählt nun von den britischen Journalisten, die so lange der DDR die Stirn boten. Vor allem aber setzt sie den mutigen Absendern ein Denkmal, die der gnadenlosen Nachverfolgung durch die Stasi zum Opfer fielen – unter ihnen ein Junge aus Greifswald. ![]() "Zwei Herren am Strand" von Michael Köhlmeier. Auch hier kommt ein "Diener" vor, William Knott, der privateste Privatsekretär des britischen Premierministers Winston Churchills, der letzteren davor bewahren soll, dass er sich in Phasen seiner Depressionen (die er mit Charlie Chaplin - dem zweiten der Herren des Titels - teilt, was zu einer Freundschaft zwischen beiden führt, die hier beschrieben ist) etwas antut - als kriegsführender Staatsmann wird er gebraucht. Und nebenbei erfährt der Leser erstaunliche Details aus dem Leben des vielseitig interessierten wie begabten Politikers, der u.a. auch Träger des Literatur-Nobelpreises ist! ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 27. Januar 2018
Ramen & Sushi - vietnamesisch-japanisches Schlemmen
lori, 17:55h
WOW! Das war eine echte Genussorgie, zu der uns A. & K. nach Z. eingeladen haben! Sowas kommt davon, wenn man sich gegenseitig Kochbücher zu Weihnachten schenkt, jeder dann ganz viel ausprobieren und beisteuern möchte, man sich mit den Mengen bei den Zutaten noch nicht so sicher ist und im Zweifelsfall lieber mehr parat hat: Die Küche ist plötzlich zu klein, die Töpfe und Pfannen zu wenig, die Schüsseln viel zu rar und selbst das Besteck wird irgendwann knapp. Ich bitte vorab schon mal um Nachsicht - das, was da gestern alles vom Herd auf den Tisch in unsere viel zu kleinen Mägen (um von allem probieren zu können) kam, lässt sich nicht komplett dokumentieren und schon gar nicht rezeptual aufbereiten. Ich lasse einfach ein paar Bilder sprechen (nicht mal alle sind was geworden, weil nur das Handy dabei; einiges auch vergessen, weil der Fotograf nebenbei auch in die Zubereitung eingespannt war). Wer sich für asiatische Küche erwärmen kann, dem seien vorab diese drei Bücher empfohlen, aus denen die Rezepte des Abends stammen:
![]() ![]() ![]() "Ramen-Kochbuch: Basics & Rezepte" von Nell Benton "Vietnam: 120 Originalrezepte" von Jean-Philippe Mido und Youssouf Hando "Sushi: Für Wiss- und Bissgierige" von Ole G. Mouritsen Die Unvollständigkeit der Fotos fängt schon bei den Ramen-Suppen an. Es wurden zwei Brühen zubereitet, eine aus Rindfleisch und eine aus wildwachsenden Atlantik-Algen (Kombu) und Bonito-Flocken (Katsuobushi). [Bonito ist eine Fischart aus der Familie der Makrelen und Thunfische.] Hier einfach mal ein Foto der noch verpackten Zutaten und der abgeseihten. Aus Letzterem könnte man übrigens noch einen zweiten Aufguss für die Wanne machen, da die Algen auch ein Badezusatz sind. ![]() ![]() Auf dem Zutaten-Foto sind noch weitere Ausgangsrohstoffe zu sehen, die u.a. zu Zaubersauce (Nuoc Cham) und Wasabi-Paste verarbeitet wurden bzw. elementare Suppen-Beilage darstellen: Ramen-Nudeln. ![]() Zaubersauce (Nuoc Cham), ein wesentlicher Dipp für viele vietnamesische Gerichte, bei der sich Salziges, Süsses, Saures und Scharfes die Waage halten ![]() Auch zum Wasabi muss ein Wort mehr verloren werden. Was man so in der Tube zu kaufen bekommt, ist nicht wirklich Wasabi, sondern besteht hauptsächlich aus Meerrettich, Senf und viele anderen Zutaten, u.a. auch rund 2 % Wasabi. Frisches Wasabi wird aus der Rinde des Stammes der Pflanze Eutrema japonicum gewonnen, die hauchdünn abgeschält (z.B. mit Haifischhaut, die winzige Zähnchen besitzt) und zu einer feinen Paste gerieben wird. Da dies nicht beim Gemüsehändler um die Ecke zu haben ist, kann man sich mit getrocknetem Wasabi-Pulver behelfen. Aber Achtung, auch hier kursieren Pulver, die 2-10 % Wasabi beinhalten. Diese Dose hier beinhaltet 100 % Wasabi! ![]() Wir haben von der frisch angerührten Paste probiert und waren erstaunt, dass es gar nicht groß scharf war. Das Geheimnis ist: Eine halbe (oder ganze) Stunde warten! Plötzlich war es höllescharf, so dass man es nur in stecknadelkopfgroße Portionen dem Sushi beifügen mochte! Und wo wir schon mal bei den Sushi-Zutaten sind: Da gehört natürlich auch eingelegter Ingwer dazu: ![]() Auch hier: Selbstgemacht! Jetzt aber nochmal einen Sprung zurück. Noch vor Ramen-Suppe und Sushi gab es Salate und vietnamesische Frühlingsrollen mit Gemüse (Cha Gio Chay). ![]() Bei den Zutaten für diesen Salat muss ich schon passen. Sichtbar bzw. in Erinnerung geblieben sind mir Tomaten, Feldsalat, Mungbohnensprossen, frischer Koriander, Zaubersauce, frisch gepresster Limettensaft und gebratene Garnelenschwänze. ![]() Dieser Salat ist eine der heimlichen heimischen Zutaten, die sich in die asiatische Küche des heutigen Abends gemogelt haben (weil mitgebracht und somit von außen beigesteuert) - aus rohen roten Beeten, Äpfeln und Orangen, vermischt mit 4 EL geriebenen Meerrettich und Avocado-Öl, garniert mit frischer Minze und mecklenburgischen Walnüssen. Eine weitere eingeschmuggelte Zutat war dieses wunderschöne, frisch gebackene, noch herrlich duftende Dinkel(?)vollkornbrot: ![]() Für die Frühlingsrollen haben wir ein paar mehr Fotos vom Entstehungsprozess selbiger: ![]() ![]() Die Füllung besteht lt. Rezept aus... (ach nee, wollte ich ja weglassen - schaut einfach hier). ![]() schon mal gut verpackt... ![]() ... und fertig gebacken in heißem Öl - sehr lecker! Natürlich wieder mit Zaubersauce garniert! Zwischendurch mal ein Blick auf die Tafel gefällig? ![]() Jetzt nochmal zu den Ramen-Suppen: Man schenkte sich die kochende Brühe in seine Schüssel und gab Ramen-Nudeln und weitere Zutaten nach Belieben hinzu, als da waren: ![]() kleine weiße Pilze ![]() in irgendetwas (Essig?) eingelegter Bambus ![]() frittierte Garnelenschwänze ![]() von der Sushi-Zubereitung übrig gebliebener roher Fisch (Lachs, Dorsch, Aal, Octopus, Thunfisch) ![]() halbierte in Sojasauce marinierte weichgekochter Eier ![]() Sorry, nicht ganz scharf: im Ofen gebackener (?) Schweinebauch und das zur Brüheherstellung verwendete Rindfleisch Außerdem noch gekochte Möhren, Mais, Frühlingszwiebeln, Paprika, frischer Koriander, thailändische Minze - alles hübsch zu einem Buffet zusammengestellt: ![]() So, damit wären wir beim Sushi angekommen. Ich glaub, ich füg jetzt einfach nur noch Fotos von Zutaten, Zubereitung und den fertigen Röllchen ein: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Leider kam es - aus wahrscheinlich gut nachvollziehbaren Gründen - nicht mehr zur Zubereitung des Desserts. Dabei sollte gerade das noch eine besondere Premiere werden... Die muss dann bis zum nächsten Mal warten. Die edlen Tropfen zum Anstoßen und Verdauen sollen hier aber nicht unerwähnt bleiben: ![]() Wir haben uns von links (ein Mosel-Eiswein) nach rechts von weiß nach rot durchgetrunken. Zum Lesen gab es noch einen besonderen brasilianischen Espresso aus Münster: ![]() Nicht nur Wein wird mit Aromen beschrieben - dieser Kaffee schmeckt nach dunkler Schokolade, Nuss und Waldbeere! :-) Und damit wären wir beim Leseteil angekommen. Wir haben folgende Bücher in Auszügen vorgelesen bzw. als Ganzes vorgestellt bekommen und so viele neue Anregungen erhalten: ![]() "Die wilden Hühner" von Claudia Funke ![]() "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell, dem ersten Band aus der Uhtred-Saga über die britische Geschichte des 9. Jahrhunderts. Der Titel bezieht sich auf Wessex, das letzte der sieben angelsächsischen Königreiche in England, das noch nicht von den dänischen Wikingern erobert worden ist. ![]() "Tyll" von Daniel Kehlmann, einem Roman, in dem die Figur des Till Eulenspiegels in die Zeit des 30jährigen Krieges verlegt wird, in eine aus den Fugen geratene Welt. ![]() "Schnee" von Maxence Fermine, ein in Japan spielender kurzer Roman über eine Seiltänzerin namens Schnee, Geliebte eines ehemaligen Samureis, der sich nach ihrem Todessturz über eine Schlucht ganz der Malerei hingibt und einem Schüler die Farben beibringt, der weiß, wo die Frau, die nie gefunden wurde, liegt. Wundervolle Poesie. Eine ausführliche Rezension findet man hier. ![]() "Transport" von Phillip P. Peterson. In drei Minuten haben wir den Plot dieses dreiteiligen Science-Fiction-Werkes sehr prägnant geschildert bekommen. Der Anfang geht so: Vor der Küste Kaliforniens wird ein außerirdisches Artefakt geborgen, das Menschen zu anderen Sternensystemen transportieren kann... ;-) "Liebesgedicht an den Norden" von Poetry-Slammerin Mona Harry - kann man hier sich anhören. ![]() "Olga" von Bernhard Schlink. Die Hauptfigur, Waisenkind, freundet sich als Kind mit einem Gutsherrensohn an und liebt ihn später. Der aber zieht in die Weltgeschichte, seine Familie will diese Verbindung verhindern. Das Buch ist ein Ritt durch die deutsche Geschichte vom späten 19. Jahrhundert bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts. Das Geheimnis der Hauptfigur lüftet sich erst im dritten Teil des Romans, der ihre Briefe an den längst im Eis verschollenen Abenteurer... Eine Buchbesprechung findet man auf Deutschlandfunk Kultur. ![]() "Ostalgie-Camping: Camp-Erlebnisse in der DDR" von Uwe Blontke, der die beschränkten Reisefreiheiten in beeindruckender Weise zu tiefen Einsichten und sehr persönlichen Erlebnissen in der DDR und den sozialistischen Bruderländern geführt hat - etwas, was ihn bei späteren Reisen in den Westen nie wiederfahren ist. ![]() "Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart: Geschichten eines Lebens" von Peter Stephan Jungk über die berühmte Fotografin, Spionin für die Sowjetunion und alleinerziehende Mutter Edith Tudor-Hart, seine Großtante. Sie spielte die Schlüsselrolle bei der Rekrutierung der "Cambridge Five", des berühmtesten Spionagerings, den die Sowjetunion in Großbritannien unterhielt. ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 25. November 2017
Knäckebrot mit Kernen und Möhrencreme, Grünkohl-Kartoffel-Auflauf mit Kassler-Beilage sowie Schoko-Muffins ganz zum Schluss
lori, 16:40h
Es gibt immer noch was zu ernten im Garten: Im Moment z.B. Grünkohl. Die jungen Pflänzchen waren eine Gabe vom Kräuterhof Carlsthal, deren Wachstum ich dann regelmäßig mit Brennesseljauche befördert habe. Auch die weißen Fliegen wurden mühsam mit Brennesseljauche bespritzt statt chemische Keulen einzusetzen. Lohn der Mühen eines (Garten)Jahres: Eine einzige Mahlzeit...
Aber fangen wir von vorn, also mit dem Starter an. Heute eine Anregung von unserem Sohn. Das wurde nämlich in der Schule in einer "Praktischen Stunde" zum Thema "Gesunde Ernährung" gebacken: Knäckebrot mit Kernen. Dazu einen Möhrencreme als Dipp. Das Rezept für das Knäcke gibt es hier und für die Möhrencreme ist es schnell aufgeschrieben: 200 g Frischkäse pur, 200 g Quark, 3 Möhren geraspelt, 3 EL Orangensaft, 1 Bund Petersilie und Schnittlauch sowie Salz und Pfeffer alles zusammen vermengen und abschmecken. ![]() ![]() Für den Hauptgang (Grünkohl-Kartoffel-Auflauf) spare ich mir heute auch das Rezept in der Hoffnung, dass das im Netz noch eine Weile erhalten bleibt. Wobei das hier nur die vegetarische Variante ist. Den Kassler haben wir dazuimprovisiert. Wer sich belesen will, wie der perfekte Kassler zu Hause gelingt, hier ist der Link. ![]() ![]() Auch zur süßen Nachspeise, den Schokoladen-Muffins, heute lediglich der Verweis auf das Rezept. Wobei das nur eine Zutat war, wie man sehen kann: ![]() ![]() Die lustigen Keks-Pilze mit Schoko-Hut steckten in einem hellen Erdreich aus Marzipan. Die Pilze gibt es übrigens in Rostock in einem russischen Lebensmittelladen am Doberaner Platz. ![]() Dass es langsam, aber bestimmt auf Weihnachten zugeht, merkte man am Naschwerk, das zum Lesen noch mit auf dem Tisch stand: Plätzchen, Lebkuchen, Pfeffernüsse und nochmal russ... oh pardon (!) ukrainisches Konfekt, persönlich unserem k.u.k.-Liebhaber aus Lemberg mitgebracht. ;-) ![]() ![]() Heute haben wir mal nur Rotwein serviert, einen 2008er Bordeaux und einen 2014er Temperanillo: ![]() ![]() Gelesen haben wir aus: ![]() "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls, in der die Autorin ihre ziemlich schräge wie finstere Kindheit in den Vereinigten Staaten verarbeitet, was nicht an den Staaten liegt, sondern an den ihren Kindern gegenüber an Verantwortungslosigkeit leidenden Eltern. Ganz schön gruselig. ![]() "Aufbruch 1911. Expressionisten auf dem Darß: Erich Heckel, Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky" hrsg. von Gerhard M. Schneidereit, angeregt durch den persönlichen Besuch des Vorlesers auf dem Darß vor wenigen Tagen und dem Besuch des Kunstmuseums Ahrenshoop, wo dieses Büchlein erworben wurde. ![]() "Ein Buch namens Zimbo" von Max Goldt mit einer Geschichte über das vom Autor vorhergesagte baldige Komplett-Verbot des Rauchens (wir sind gespannt, wie lange es noch dauert). ![]() "Das kolumnistische Manifest" von Axel Hacke und zwar u.a. mit einer Kolumne zum Land und Hauptstadt, in der sich unsere Tochter gerade befindet und deshalb nicht an den Leseabenden teilnehmen kann: Estland, Tallinn. Der Kolumne zufolge ist dort eigentlich gar kein Platz für Menschen, da 66 Hühner auf 1 m² leben - so steht es zumindest im ADAC-Länderlexikon (bzw. stand, wenn es denn inzwischen eine korrigierte Neuauflage gibt). ![]() "Die Plätzchenerfinder" von Autoren im Backwahn mit einer Geschichte (und Rezept) von der in Neu Meteln bei Schwerin lebenden Schriftstellerin und Psycholgin Helga Schubert. ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 23. September 2017
Lachsfrikadellen mit Gurkensalat, mediterranen Tapas und norddeutschem Kartoffelstampf
lori, 17:52h
Gekocht hat heute nur einer. Und gebacken auch nur eine. Aber gegessen und gelesen wurde natürlich zusammen, heute zur Abwechslung mal wieder in Rostock. Die Tafel war bereits gedeckt beim Eintreffen:
![]() Wobei unbedingt nochmal eine Detailaufnahme eines Gedecks ins Bild muss, so liebevoll wie es dekoriert war (und zudem mit einem Stückchen SALZZITRONE (!) bestückt): ![]() Angestoßen wurde mit einem edlen Cidre de Bretagne... ![]() ... und dann wurde auch schon aufgetragen: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Wer Lust aufs Nachkochen verspürt, dem sei hier Zutaten und Zubereitung verraten: Lachsfrikadellen Zutaten (für 4 Personen): 500 g Lachsfilet 2 Stangen Frühlingslauch 2 Eier 5 EL Paniermehl 1 Bund feingeschnittener Dill 10 Stengel Minze 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen Asiatische Chilly-Sauce Salz, Pfeffer (Bio-)Citronenabrieb von 2 Citronen Öl Zubereitung: Das Lachsfilet und die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch pressen, den Frühlingslauch in feine Ringe schneiden und zum Lachs geben. Eier, Paniermehl, Minze und Dill hinzufügen. Alles vorsichtig miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer, der Chilly-Sauce und Citronenabrieb abschmecken. Aus der Masse beliebig große Frikadellen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lachsfrikadellen von beiden Seiten gold-braun braten. Gurkensalat Zutaten: 2 Salatgurken 2 Citronen 1 kleine Zwiebel 2 EL Dill 80 g Puderzucker Salz Pfeffer Zubereitung: Die Salatgurken waschen und mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben hobeln, salzen und auf einem Sieb abtropfen lassen. In eine Schüssel geben und mit dem Saft von den Zitronen beträufeln. Die Zwiebel fein würfeln, den Dill fein schneiden und zu den Gurken geben. Mit Puderzucker und Pfeffer abschmecken. Kartoffelstampf Zutaten: 600 g mehlig kochende Kartoffeln 150 g Butter 50 ml Sahne Salz Pfeffer Muskat Zubereitung: Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser gar kochen und stampfen. Butter und Sahne untermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Soße Zutaten: 250 ml Gemüsefond 50 ml Sahne 1 EL feiner Dijon-Senf etwas Mehlbutter Salz Pfeffer Zucker Zubereitung: Den Gemüsefond aufkochen, Sahne und Senf hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Mit der Mehlbutter abbinden und bei schwacher Hitze circa 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. [abgewandelt von M.H. nach: http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb6_id-11485_broadcast-1245_station-ndrtv.html] Gegrillte Zucchinischeiben und Champignons wurden separat gereicht und erscheinen oben nur bildlich. Dafür haben wir von der leckeren Soße kein Bild gemacht. Was den Wein betraf, wechselten wir zunächst zum bereits wohlbekannten und -mundendem 2016er Muskat-Ottonel... ![]() ... bevor im Laufe des Abends auch noch ein roter 2014er Temperanillo geöffnet wurde. ![]() Nun zum mitgebrachten Dessert, bestehend aus einem Wiener Apfelkuchen und Walnusspralinen. Die Wahl war begründet aus den vom eigenen Garten bereitgestellten Zutaten (Äpfel, Walnüsse, Johannisbeeren). Wiener Apfelkuchen Zutaten für den Teig: 150 g Butter, 90 g Staubzucker, 1 Ei, abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone, 190 g Mehl, 100 g Stärkemehl, 1/2 TL Backpulver Zutaten für die Füllung: 5 kleine Äpfel, 60 g Johannisbeergelee, 40 g Walnüsse, 3 EL Zucker, 30 g Rosinen, 1 Eiweiß, Walnussstückchen Zubereitung: Die Butter schaumig rühren, nach und nach Zucker, Ei und Zitronenschale dazugeben. Die Hälfte des Mehls dazumischen und verrühren. Das restliche Mehl mit Stärkemehl und Backpulver mischen und unter den Teig kneten. 30 bis 40 min ruhen lassen. Etwas mehr als die Hälfte des Teigs ausrollen, eine Springform damit auslegen und einen hohen Rand formen. Den Boden mehrmals mit der Gabel einstechen. Die Äpfel schälen, halbieren und die Kerngehäuse herausschneiden. Die entstandene Vertiefung mit einer Mischung ausgeriebenen Walnüssen und Johannisbeergelee füllen, mit der Schnittfläche nach unten auf den Teigboden legen, mit Zucker und überbrühten Rosinen bestreuen. Aus dem restlichen Teig eine Platte in Springsformgröße ausrollen, über die Äpfel legen und so andrücken, dass die Form der Äpfel zu sehen ist. Die Deckplatte mehrmals mit der Gabel einstechen, mit Eiweiß bestreichen, nach Belieben mit kleingehackten Walnussstückchen bestreuen und in der Springform backen. [etwas abgewandelt nach einem Rezept aus: Das Backbuch, Verlag für die Frau, Leipzig 1981] ![]() ![]() gereicht mit geschlagener Sahne Walnusspralinen Zutaten: 100 g Walnüssstücke 60 g Puderzucker 2 TL Eiweiß 200 g Bitterschokolade 30 Walnusshälften Zubereitung Die Walnussstücke in der Küchenmaschine zerkleinern. Puderzucker mit Nüssen und Eiweiß zu einer feuchten Paste verarbeiten, abgedeckt 20 min kalt stellen. Die Walnusspaste teelöffelweise zu Kugeln rollen und diese etwas flach drücken. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Walnusspralinen in die flüssige Schokolade tauchen und auf Butterbrotpapier legen. Vorsichtig eine Walnusshälfte auf jede Praline drücken und fest werden lassen. Man kann die Pralinen bis zu 4 Tage im voraus zubereiten. [aus: Fingerfood. Das Große Buch der Snacks, Könemann, Köln 2000] ![]() Gelesen haben wir nach einem Espresso aus: ![]() "Das große Buch. Geschichten für Kinder" von Nikolaus Heidelbach und Franz Hohler ![]() "Utopia" von Thomas Morus ![]() "Wer dann noch lachen kann" von Birgit Vanderbeke ![]() "Das ist ja irre! Mein deutsches Tagebuch" von Henryk M. Broder ![]() "Zoo ohne Zäune. Reisebericht Namibia mit Familie" von Michael Neumann aus dem Globetrotter Magazin Sommer 2017 Die Luft muss sehr trocken beim Lesen gewesen sein, da weitere Getränke die Runde machten. Ob es am Ende noch mehr waren, ist nicht überliefert, da der Autor die Runde zuvor verließ... ![]() ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 26. August 2017
Flammlachs, allerlei Gegrilltes, Salat mit Salzzitronen und schwarzen Walnüssen gefolgt von Melone, Crème brûlée und orientalischem Gebäck
lori, 02:31h
Zum Ausgang des Sommers wollte er (der Sommer) uns offenbar nochmal versöhnlich stimmen. Das Wetter lud zum Lagern auf der Wiese unterm Apfelbaum ein, das Feuer für die Zubereitung des Flammlachs konnte entzündet werden, der Grill kam ohne Regenhaube aus.
Zunächst musste aber erstmal auf die drei Geburtstage aller anwesenden Löwen-Männer angestoßen werden! ![]() Die Jugend hat sich derweil eine eigene Wassermelone-Minz-Limonade kreiert (aus dem eigens erworbenen Buch "Limonaden selbst gemacht" von Gerhard Praun). ![]() Als Entrée gab es einen sommerlichen Salat mit zwei selbstgemachten Spezialitäten: Zum einen die schon desöfteren verwendeten schwarzen Walnüsse und zum anderen die erstmal selbstgemachten Salzzitronen. ![]() Nachdem wir im März in dieser Runde die - zumindest für den Autor - geschmackliche Entdeckung des Jahres machen durften (ein Mitbringsel von MH aus Hamburg), musste natürlich sofort in die Eigenproduktion eingestiegen werden. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend und ist übrigens auch schon für Tajine in der Zwischenzeit verwendet worden. ![]() Derweil kam allerlei Fleischliches und Vegetarisches auf den Grill: Zum einen eher klassische Sachen wie Schweinenackensteaks, Geflügelspieße, Nürnberger Würstchen, zum anderen aber auch Lammburger, Grillkäse, Auberginen und vom z.Z. sich vegetarisch ernährenden Nachwuchs selbst gemachte Gemüsespieße. ![]() Nebenbei räucherte der Lachs am offenen Feuer schonend langsam gar: ![]() Und noch ein zweites Foto von A.W. aus besonderer Perspektive: ![]() Gewürzt mit "Neptuns Traum" von Herbaria und Ostsee-Salz vom Salzreich Trinwillershagen sah das Ende so aus: ![]() Als Beilage gab es noch Kräuter- und Knoblauch-Baguette sowie sehr leckere getrocknete Oliven: ![]() Neben den eher klassischen Grillsaucen Knoblauch & Zigeuner, fand der fruchtige Dipp "Pflaume Kakao" von der Senf Pauli Manufaktur großen Anklang: ![]() Nachdem der Sekt Cassis und die durstlöschenden Biere ausgetrunken waren, kamen edle Weißweintropfen in die Gläser. Diesmal nicht nur Wittmann, sondern auch ein 2016er Muskat-Ottonel vom Weingut "Scherner-Kleinhanß". ![]() Wobei wir damit schon beim Dessert wären, der allein schon aus drei Gängen bestand: Melone, Crème brûlée und orientalisches Gebäck. ![]() ![]() ![]() Gut gesättigt konnten wir uns nun dem Lesen widmen und haben Auszüge aus folgenden Büchern zu hören bekommen: ![]() "Die wilden Hühner" von Claudia Funke ![]() "Orks vs. Zwerge, Bd. 1" von T.S. Orgel ![]() "Weltenbummeln – Vagabonding: Das ultimative Handbuch für Langzeitreisen durch die ganze Welt" von Rolf Potts ![]() "Deutschland, Lutherland: Warum uns die Reformation bis heute prägt" von Christine Eichel ![]() "Krieg: Mit den Alliierten in Europa 1944-1945. Reportagen und Fotos" von Lee Miller ![]() Ein Reisebericht über "Japan. Das große Staunen" aus dem Globetrotter Magazin 1/2016 ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 24. Juni 2017
Erdbeertorte, Gartensalate, letzter Spargel und Eiertörtchen
lori, 19:12h
Es ist Mittsommer. Das Wetter weiß davon offenbar nichts. 18 °C, stürmisch und nass ist es draußen. Nichts mit Lesen am Feuer, fast hätten wir den Kamin noch angemacht!
Unser Hochbeet beschert uns in seinem ersten Jahr seit Wochen ein tägliches Salatbuffet. Also haben wir heute gleich zwei davon im Angebot: ![]() ![]() Heute endet die Spargelernte. Zu gern hätten wir Grünen zubereitet, aber sämtliche regionalen Spargelbauern hatten keinen im Angebot. Es lohne sich nicht, sagen sie. Schade. Ich hätte gedacht, der Trend geht zum grünen Spargel, aber offenbar nicht hier vor der Haustür. Also Weißen. Und so wie wir ihn am liebsten mögen: In der Pfanne gebraten. Dazu Salzkartoffeln und ein Putensteak. ![]() Für den Nachtisch konnten wir dann wieder auf den eigenen Garten zurückgreifen: Erdbeertorte. (Ja, die wachsen an unserem Erdbeertortenbaum. ;-)) ![]() Außerdem hat A. ein neues Rezept aus ihrem geliebten Fingerfood-Buch ausprobiert: Eiertörtchen. Auch die haben wir mit Gartenerdbeeren zusammen genossen. ![]() Und da ein richtiger Nachtisch schließlich aus drei Gängen besteht ;-), gabs noch zum Knabbern beim Lesen eine "Duet Chocolate with Salt, Peanuts & Caramel". ![]() Auch bei den Getränken kam Garten auf den Tisch bzw. ins Glas: Selbstgemachte Holunderblütenlimonade, morgens frisch angesetzt. M.H. hat wiederum für den Rebensaft aus dem Hause Wittmann gesorgt. ![]() Gelesen haben wir aus: ![]() "Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel" von Franz Fühmann und zwar vom Schneeseerehfeedrehzehwehteekessel, was zu einer spontanen Zusatzlesung über die RhabarberBarbaraBarBarbarenBartBarbierBierBierBarBärbel führte, was beeindruckend flüssig und fehlerfrei mit nachvollziehbarer Betonung gelang - Respekt! ![]() "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel, dessen Verfilmung gerade in die Kinos kam. ![]() "Deutschland ab vom Wege" von Henning Sußebach und zwar weiterführende Einsichten, Reflektionen und Berichte über seine Querfeldeinwanderung durch Mecklenburger Landschaften, in denen man jeden Apfelbaum und Brombeerstrauch unterwegs nutzen muss, da man so selten auf Besiedlung und damit Supermärkte trifft. ![]() "Zeit der Freiheit" von Timothy Garton Ash, von dem wir voriges Mal schon was vorgelesen bekommen haben. Diesmal versprach der Autor im Jahre 2001, dass wir in absehbarer Zeit von einem Land "Ruthenien" hören werden. Das dazugehörige Volk siedelt heute in der Ukraine, Slowakei, Polen, Ungarn und Rumänien. ![]() "Wildes Küstenland", ein Bildband von Jürgen Reich über die deutsche Ostseeküste mit wunderschönen Naturaufnahmen, was sich mehr zum Ansehen als zum Vorlesen eignet, aber dennoch eine kurze, sehr interessante Abhandlung über die Entstehung der Ostsee enthält, die leider nicht mehr alle Zuhörer komplett im wachen Zustand verfolgen konnten. :-) Wer oder was ist nochmal Littorina littorea? ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 20. Mai 2017
Hornhechtsuppe, Variationen von Spargelspitzen und Crème Caramel
lori, 18:17h
Es ist beste Spargelzeit, und M.H. hatte sich außerdem sehnlich Hornhecht gewünscht. Und da der Nachwuchs teils nicht sooo auf Spargel und Fisch steht, ergab sich am Ende folgendes Menü für den Abend, den wir das erste Mal in diesem Jahr im Freien verbringen konnten - naja, bis auf das Dessert, da wurde es dann doch noch zu frisch:
Als erster Gang wurden gereicht: Hornhechtsuppe Zuerst einen Sud ansetzen aus ca. 1,5 l Wasser, Salz, 2 Zwiebeln (geschält, aber ganz), ca. 8 Pfeffer- und Pigmentkörner, 4 Lorbeerblätter und das Ganze gut drei min kochen lassen. Die festen Bestandteile aus dem Sud fischen und 3 Hornhechte (ausgenommen, gesäubert und in jeweils drei etwa gleich große Stücke geteilt) in dem Sud 15 min leicht köcheln bzw. eher gar ziehen lassen. Die Hornhechtstücke rausnehmen und von den grünen Gräten und seiner Haut befreien. Da der Fisch dafür etwas abkühlen muss, bleibt Zeit, etwas Gemüse in den Sud zu geben (eine Möhre, eine Petersilienwurzel, eine halbe Fenchelknolle, 2 kleine Zehen Knoblauch und eine kleine rote Paprika), bis das Gemüse weich ist. Die nun grätenfreien Fischstücke wieder hinzugeben, mit Zitrone, Fischfond, Meerrettich bei Bedarf abschmecken, den Fisch nochmal in der heißen Suppe einen Moment ziehen lassen und mit Dill servieren (an Letzteren hatten wir leider zu spät gedacht, deshalb ist das Foto ohne): ![]() Für die Nichtfischmöger gab es als Starter Rote Linsen mit Paprika – einen vegetarischen Linsentopf mit Paprika und Frühlingszwiebeln [aus: Dr. Oetker Schulkochbuch]: ![]() Als Beilage durften alle zugreifen bei den Gefüllten Kräuterkäse-Cracker Zubereitung Zuerst die Cracker backen bei Ober– und Unterhitze von 190 Grad aus 125 g Mehl ½ Teelöffel Backpulver 60 g Butter 1 Ei, leicht geschlagen 60 g Gruyère, gerieben (im Original wird Cheddar verwendet) 1 TL frischer Schnittlauch, gehackt 1 TL frische Petersilie, gehackt Tipp: Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier 3 mm dick ausrollen. Formen von ca. 5 cm Durchmesser ausstechen und ca. 8 min goldgelb backen. Die Kekse kann man am Vortag backen. Ergibt ca. 40 einzelne Cracker. Füllung: 80 g Doppelrahmfrischkäse 20 g Butter 1 EL gehackter frischer Schnittlauch 1 EL gehackte frische Petersilie ¼ TL Zitronenpfeffer 100 g Gruyère, gerieben Immer einen guten halben TL auf einen Cracker geben und einen zweiten draufsetzen. [Originalrezept aus: Das große Buch der Snacks: Fingerfood] ![]() Als Hauptgericht gab es dann zwei bzw. drei Spargelgerichte. Zum einen einen Spargelsalat mit Vinaigrette, pochiertem Ei und Gartenkresse Zubereitung: 24 Spargelspitzen in Salzwasser weichkochen, abkühlen lassen und in gabelgerechte Stücke schneiden. Für die Vinaigrette: 30 g saure Sahne, 50 ml Spargelsud, 50 ml Mohnöl, 50 ml milder Weißweinessig (kann gut auf 30 ml reduziert werden, war sehr säuerlich) vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Estragon und ein Schälchen geschnittene Kresse dazugeben und mit dem Spargel mischen. Obendrauf vier pochierte Eier geben und mit Kresse dekorieren. Servieren, solang die Eier warm sind! ![]() [Das Ausgangsrezept findet sich in dem schon oft genutztem Kochbuch: ![]() Mecklenburgische Schweiz: Land der Schlösser und Herrenhäuser. Kochen, Küche & Kultur Wir haben lediglich die Brunnenkresse und die gekochten Eier ersetzt.] Auf dem Teller sah das dann so aus: ![]() Die restlichen 2 kg Spargelspitzen wurden gekocht und gebraten gereicht... ![]() ![]() ...mit folgenden besonderen und leckere Saucen: Rosmarin-Hollandaise: 115 g Butter schmelzen. 2 Eier mit fein gehacktem Rosmarin (2 große Zweige), 2 EL Orangensaft (im Original: 1 EL Orangenlikör), Salz und Pfeffer verrühren. Mischung im Wasserbad schaumig schlagen. 1 TL abgeriebene Orangenschale unterrühren. Löffelweise die flüssige Butter unterschlagen, bis eine dickcremige Sauce entsteht. Mit Orangensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. ![]() Waldmeister-Sahne: 1 Bund Waldmeister in 200 ml Weißwein 15 min ziehen lassen. 2 Schalotten schälen und in sehr feine Würfel schneiden, in 1 EL Butter hellgelb dünsten. 200 ml Kalbsfonds zugießen, 10 min offen köcheln lassen. Walmeisterwein (ohne das Kraut) angießen und um 1/3 einkochen. 200g Sahne zugießen und wieder um 1/3 einkochen, bis die Sauce cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken. Mit wenig gehacktem Waldmeister bestreut servieren. ![]() [Beide Saucenrezepte stammen aus: "Kräuter: einfach besonders/besonders einfach" von Susanne Bodensteiner und Reinhardt Hess, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag München, 2005.] Alles zusammen aufgetan sah das z.B. so aus: ![]() Den Nachtisch haben wir dann schon wieder drinnen in der warmen Stube eingenommen. Zur Crème Caramel gibt’s leider keine Fotos, deshalb auch kein Rezept. ;-) [Sehr lecker war sie trotzdem!] Halt, ein besonderer und süßer Bissen wurde noch an frischer Luft gereicht und hauptsächlich von den Kindern verzehrt: Aus den Philippinen extra zugesandte (!) gedörrte Mangos: ![]() [An dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche an die Absenderin, die - inzwischen nach Indonesien weitergereist - dort einen bösen Verkehrsunfall hatte und im Moment in Bangkok, Thailand medizinisch versorgt wird - toi, toi, toi!!!] Getrunken wurde an diesem Frühlingsabend viel Weißwein (und natürlich Schorle vom Nachwuchs): ![]() ![]() Die Leserunde hat der Jüngste eröffnet mit: ![]() Artemis Fowl von Eoin Colfer: Obwohl Artemis Fowl, der Sohn einer irischen Ganovenfamilie, erst zwölf Jahre alt ist, zählt er bereits zu den besten Dieben im Land, denn er ist nicht nur geschickt, sondern auch hochintelligent. Artemis Fowl besitzt Noblesse, kleidet sich stets korrekt und hat ein Faible für Technik. Als es ihm gelingt, sich durch einen Trick das Buch der Unterirdischen von einer alkoholsüchtigen Fee zu beschaffen und die Gnomischen Schriftzeichen mit viel Geduld und der Hilfe seines Computers ins Englische zu übersetzen, glaubt Artemis Fowl, den Niedergang seiner Familie aufhalten zu können, denn er weiß nun, dass Elfen und andere Unterirdische tief unter der Erdoberfläche einen Goldschatz hüten. ![]() Der letzte Pfeil von Frank Schlößer: Debütroman des Journalisten Frank Schlößer, der den Mord am Steinzeitmenschen Ötzi erzählerisch aufklärt: Am Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit kommen Reichtum, Besitzgier und Mord unter die Sippen im Ötztal und den benachbarten Gebieten. Ein Ich-Erzähler berichtet, wie Ötzi in sein Leben trat und warum er ihn am Ende töten musste. Wir haben erfahren, wie kompliziert die Kupfergewinnung gewesen ist und fragen uns jetzt, wer sie wohl entdeckt hat… Dann wanderte Zeit-Autor Henning Sußebach in ![]() Deutschland ab vom Wege: Eine Reise durch das Hinterland durch deutsche Gefilde jenseits von befestigten Wegen. Wir haben einmal die B105 in unserer Nähe gequert und dann darüber diskutiert, ob man jenseits von Wegen überhaupt die Menschen findet, die der Verfasser treffen wollte. Dann gab es eine Reise ins Jahr 1989 nach Prag, als sich das Botschaftsgelände mit ausreisewilligen Menschen füllte. Hans-Dietrich Genscher und Karel Vodika verfassten ![]() Zündfunke aus Prag: Wie 1989 der Mut zur Freiheit die Geschichte veränderte. Ein Anlass, in die eigenen Erinnerungen zu tauchen und Fragen des Nachwuchses zu beantworten. Und zuguterletzt gab’s kräuterige Gedichte aus dem Eigenverlag: Was Kräuter alles können, wenn man gut zu ihnen ist, das erfuhren wir aus Jeanette Nadebors ![]() „Tripmadams Fenster: Von stillen Stürmen und Kräutern mit Seele“. Dann entließen wir unsere Gäste ins Bett und schleppten einen Teil des Nachwuchses dahin, denn der Sitzsack war zu gemütlich gewesen. So endete ein anregender Abend. Nachtrag von MH: Das Aufräumen am nächsten Morgen wurde dem Frühaufsteher versüßt mit den Resten der zum Lesen noch gereichten, sehr leckeren Fleur-de-Sel-Schokolade, die die Dame des Hauses am Vortag gerade als nachträgliches Geburtstagsgeschenk zugesandt bekommen hatte - MERCI! ![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Sonntag, 23. April 2017
Vitello tonnato und Gebutterter Tomaten-Spargel mit roter Rettich-Kresse, Petersilienkartoffeln und Antipasti à la Casa H.
lori, 01:49h
Da hat uns M.H. aber verwöhnt! Wo er sich doch an den letzten Kochabenden aus terminlichen Gründen nicht so recht beteiligen konnte, war es ihm ein Bedürfnis sich zu revanchieren. In kleiner Runde diesmal an einer anderen Tafel in Rostock:
![]() Ganz sicher auch als Geschenk bzw. Aufmerksamkeit zur vor einer Woche verpassten besonderen Feier - wir sagen auf jeden Fall HERZLICHEN DANK! Angestoßen haben wir mit einem Belsazar Vermouth, einem Berliner Aperitif, der die Sorte DRY auf seiner Webseite mit den wohlklingenden Worten beschreibt: "Aromen von Sommerfrüchten, Kamille und einer Spur frischer Hefe zum Auftakt. Kurz darauf greifen die Bitteraromen – Enzian, Pomeranze, Chinarinde, Koriander und natürlich Wermutkraut." ![]() Nun aber zum Essen: Als Vorspeise gab es Vitello tonnato. Zutaten für 4 Personen: 600 g Kalbsbraten (Nuss) 1 Bund Suppengemüse (z.B. Möhre, Kohlrabi, Sellerie) 1 Zwiebel 750 ml Weißwein 1 Lorbeerblatt 1 Nelke 2 Stangen Petersilie 150 g Thunfisch, Dose ½ Zitrone (den Saft) 2 EL Kapern, mit Saft 2 Sardellenfilets 5 EL Fond, vom Kochen 1 Eigelb 80 ml Olivenöl 1 Zehe Knoblauch Salz und Pfeffer Für die Dekoration: Kapern, Rucola, Kirschtomaten Zubereitung: Suppengemüse und Zwiebel grob klein schneiden. Zusammen mit dem Fleisch und den Gewürzen in einen Topf geben. Mit dem Weißwein auffüllen und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Nun mit Wasser auffüllen bis das Fleisch bedeckt ist. Eine gute Prise Salz zufügen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze ca. 1 Std. lang garen. Im Fond abkühlen lassen. Thunfisch und Sardellenfilets abtropfen lassen. Zusammen mit Zitronensaft, Kapern, Eigelb und Kalbsfond im Blender fein pürieren. Langsam nach und nach das Olivenöl zufügen und alles zu einer sämigen Sauce verarbeiten. Mit Pfeffer abschmecken. Das Fleisch in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Teller mit der halbierten Knoblauchzehe einreiben, mit den Fleischscheiben belegen und die Sauce darüber verteilen. Mit einigen Kapern, halbierten Kirschtomaten und Rucola dekorieren. [Quelle: http://www.chefkoch.de/rezepte/1112221217261076/Vitello-tonnato.html] ![]() Hammerzart und oberlecker! :-) Als Zwischengang gab's noch zweierlei Grünes: Einen Rucola- und ein Feldsalat. Letzterer frisch aus dem Garten vom Lande (hat den Winter gut überdauert), angereichert mit wilden Kräutern (Wiesen-Bärenklau, Wiesenkerbel, Sauerampfer, Giersch und Sauerklee) und angerichtet mit einem Thymian-Oregano-Lorbeer-Öl und einem besonderen Himbeersalz: ![]() ![]() ![]() Kommen wir nun zum Hauptgericht: Gebutterter Tomaten-Spargel mit roter Rettich-Kresse, Petersilienkartoffeln und Antipasti à la Casa H. Zubereitung: Je Person ca. 250 g weißen Spargel; diesen schälen und dann ca. dritteln. In Butter sorg- und langsam anschwitzen; ca. 10 min. Zwei Minuten vor dem Ende Cherrytomaten im Ganzen dazu und angaren. Bestreuen mit roter Rettich-Kresse und heiß servieren. Als Antipasti vom Tag hatte es spanische Pimientos, Rostocker Champignons, Brandenburger Gemüsepaprika und für die Freunde der nicht-fleischlosen Küche zarte Koriander-Fleischkügelchen. Dazu wurden Petersilienkartoffeln gereicht. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Dem aufmerksamen Foto-Betrachter dürfte auffallen, dass eine bzw. zwei Zutaten noch keine Erwähnung fanden: Schwarze Walnüsse - die einen aus dem Handel, die anderen von M.H. selbst gemacht! Halt! Bevor das alles auf die Teller kam, muss die angerichtete Ausgangs-Deko noch vorgestellt werden: ![]() Aufgetane Vielfalt sah dann z.B. so aus: ![]() Für die Alkohol-Genuß-Fraktion hatte es aus dem Hause Wittmann einen Silvaner (2015) und von der Heiliggeist-Stiftung Passau einen Grünen Veltiner (Francius-Messwein, 2015): ![]() ![]() Zum Dessert gab es einen Pflaumenkuchen mit Pistazien-Marzipan-Streuseln aus den letzten eingefrorenen Gartenfrüchten, dazu geschlagene Sahne: ![]() Damit waren wir immer noch nicht am Ende, da zum Schluss noch Schokoladen-Trüffel gereicht wurden! Spätestens da waren dann alle satt oder sehr satt. ;-) ![]() Wer noch lesen konnte, hat dies aus folgenden Büchern getan: ![]() "Lob der Ehe - Ein weltliterarisches Treuebuch", herausgegeben von Rafik Schami. Zu Ohren kam uns die Erzählung von Astrid Lindgren über die Liebe ihrer Eltern. ![]() Die Kurzhosengang von Victor Caspak und Yves Lanois Wobei wir dank dieses Blogs im Nachhinein festgestellt haben, dass wir die Grizzly-Geschichte schon mal gehört hatten (im Januar letzten Jahres), aber neu war, dass die Autoren vom echten Autor nur ausgedacht sind. Die zur kanadischen Szenerie passenden kanadischen Autoren mit Lebensläufen am Ende des Buches sind nur ausgedacht! Und zwar von Zoran Drvenkar, einem in Jugoslawien geborenen, aber in Berlin aufgewachsenen und heute noch lebenden Autoren. Das 2004 im Carlsen Verlag erschienene Buch ist also keine Übersetzung ins Deutsche von Andreas Steinhöfel! ![]() "Ungläubiges Staunen: Über das Christentum" von Navid Kermani Auch daraus hatten wir im November letzten Jahres schon mal gelesen. Zu Weihnachten aber im Lesekreis nochmal verschenkt, kam es dieses Mal mit einer neuen Geschichte nochmal zum Zuge. Und zwar anlässlich des Osterfestes mit dem Kapitel "Auferstehung", in dem der muslimische Autor ein Bild des auferstandenen "Segnenden Christus" beschreibt, dass um 1465 von Giovanni Bellini gemalt wurde. ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 25. März 2017
Bœuf bourguignon, vorab Eichblattsalat mit Ziegenkäse und Walnüssen, Käse-Rosmarin-Plätzchen, Mini-Quiche-Lorraines, Salzzitronen, gefolgt von ländlichem Apfelkuchen und Rumkugeln
lori, 08:23h
Das wird heute ein Mammut-Rezept-Eintrag. Aber es waren auch wirklich so viele leckere Sachen, die sich alle lohnen, nochmal zubereitet zu werden, so dass es den Aufwand rechtfertigt. Wir fangen mal mit den Entrées an:
Eichblattsalat mit Ziegenkäse und Walnüssen Zuaten: 1 Kopf Eichblattsalat 1 cremig-weicher Chèvre oder anderer Ziegenkäse 4 Walnüsse Walnussvinaigrette Zubereitung: Den Eichblattsalat waschen und trockenschleudern. Auf Servierteller geben, die Blätter ggf. etwas zerzupfen. Den Käse auf dem Salat verteilen, ebenso die mit der Hand gebrochenen Walnüsse. Aus Walnussöl, Salz, Essig und frisch gemahlenem Pfeffer eine Vinaigrette anrichten und über dem Salatteller verteilen. ![]() Und weil die Tafel so schön aussah: ![]() Als weitere Snacks dazu gab es zum einen... Rosmarin-Käse-Plätzchen Zutaten: 125 g Mehl 100 g Butter 1 EL Sauerrahm 60 g Cheddar, gerieben 65 g Parmesan, gerieben 3 TL frischer Rosmarin, gehackt 3 TL frischer Schnittlauch, gehackt Zubereitung: Den Backofen auf 180 °C vorheizen. 2 Backbleche leicht mit zerlassener Butter oder Öl einfetten. Das Mehl mit etwas Salz und gemahlenem schwarzen Pfeffer in eine große Schüssel sieben. Die Butter zugeben und mit den Fingerspitzen zu einer feinen, krümeligen Masse verreiben. Sauerrahm, Käse und Kräuter zugeben und mit einem breiten Messer mischen. Dann die Zutaten mit den Fingern zu einem glatten Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt 15 min kalt stellen. Gestrichene Teelöffel des Teigs zu Kugeln formen und auf die vorbereiteten Backbleche legen; dabei zum Aufgehen ausreichend Platz lassen. Mit einer bemehlten Gabel leicht flach drücken. 15-20 min goldgelb backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. ![]() ![]() ... und zum anderen: Mini-Quiche-Lorraines Zutaten: 3 Fertig-Mürbeteig, ausgerollt 60 g Gruyère, gerieben 30 g Butter 2 Scheiben Frühstücksspeck, feingewürfelt 1 Zwiebel, feingewürfelt 2 Eier 185 ml Sahne 1/2 TL Muskatnuss, gerieben frischer Schnittlauch, in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten, zum Garnieren Zubereitung: Zwei flache Muffinbleche mit je 12 Vertiefungen einfetten. Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Aus dem Teig Kreise von 8 cm Durchmesser ausstechen und in die Vertiefungen legen. Den Käse gleichmäßig auf den Teigschalen verteilen. Abgedeckt kalt stellen, während die Füllung zubereitet wird. Butter in einem kleinen Topf erhitzen. Speck und Zwiebeln 2-3 min weich dünsten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die abgekühlte Mischung gleichmäßig auf die Teigschalen verteilen. Eier, Sahne, Muskatnuss und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer mit dem Schneebesen verquirlen. Dann vorsichtig über den Speck gießen oder mit einem Löffel auf die Quiches verteilen. Zum Garnieren auf jede Quiche 2-3 Stücke Schnittlauch legen. 20 min goldbraun und fest backen. Heiß oder warm servieren - schmeckt aber auch kalt! :-) ![]() ![]() Nicht zu vergessen das frisch aus Hamburg eingeflogene Mitbringsel, das bei einem der Anwesenden zu wahrem genüsslichen Stöhnen führte: Salzzitronen. Davon werden wir hier demnächst noch öfter lesen - das kann ich schon mal versprechen! :-) Eigentlich eine Grundzutat der marokkanischen Küche, kann man es auch sehr gut pur genießen oder zu einer Scheibe frischem Baguette. ![]() ![]() Dann kam das große Hauptgericht auf den Tisch, deren Zubereitung schon am Vortag begann: Bœuf bourguignon Zutaten: 1 kg gut marmoriertes Rindfleisch Zwiebeln zum Anbraten ca. 15 kleine Zwiebeln ca. 4 EL klein gewürfelter Schinkenspeck kleine Champignons (sie sollten idealerweise ganz bleiben) Rotwein Thymian Petersilie Olivenöl etwas Mehl zum Andicken Zubereitung: Rindfleisch würfeln (wie Gulasch), Zwiebeln grob klein schneiden, Rindfleisch etwas pfeffern, mit Thymianzweigen und Olivenöl vermengen, mit 1 Flasche Rotwein aufgießen und mind. 12 h besser 24 h marinieren. Die kleinen Zwiebeln pellen und ganz in Olivenöl anrösten bis sie stellenweise Farbe genommen haben, Schinkenspeck dazu geben und auch etwas anrösten aber nicht soweit dass er hart wird. Alles rausnehmen und beiseite stellen. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, so gut es geht abtropfen lassen und im Zwiebelfett anschmoren, bis sich Saft bildet. Mit etwas Mehl bestäuben, aufpassen dass es nicht klumpt. Salzen. Mit der Marinade aufgießen und alles ca. 2 h köcheln. Durch das Mehl sollte sich eine leicht sämige Konsistenz ergeben (der Mehlgeschmack verkocht). Später ggf. weiteren Wein aufgießen und noch Thymianzweige dazugeben, weiter einköcheln. Parallel kann man einen weiteren Saucensud bereiten: Rindsknochen mit Suppengemüse trocken scharf anrösten. Thomatenmark dazu geben und auch leicht Farbe nehmen lassen. Mit Rotwein ablöschen und einkochen. Gern mehrfach Rotwein/Brühe aufgießen und reduzieren. Das Ganze durchgesiebt zum Bœuf bourguignon geben. Wenn das Fleisch fast weich ist, die kleinen ganzen Zwiebeln und Speck dazu geben. Die Zwiebeln gar kochen. Am Ende Champignons in einer extra Pfanne in etwas Butter anschmoren (ganz lassen oder halbieren), salzen und pfeffern und ebenfalls zum Fleisch geben. Thymianzweige raus nehmen. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren. Dazu frisches Baguette reichen. ![]() Was für ein Gedicht! Und das zur Fastenzeit! ABER: Wir haben gerade mal nachgezählt: Um auf die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zu kommen, wurden ab dem 5. Jahrhundert die Sonntage als "kleine" Auferstehungstage vom Fasten ausgenommen. Na also, da hatten wir einfach mal ein kleines Auferstehungsmahl zwischendurch. ;-) Der köstliche Wein wurde dennoch nur von einem Teil der Tafelrunde angenommen. Wir hatten einen weißen Australier und einen roten Argentinier zur Auswahl: ![]() ![]() Als Dessert gab es dann noch einen Ländlichen Apfelkuchen Zutaten: Mürbeteig 750 g Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten 75 g hellbrauner Rohrzucker 3-4 Gewürznelken (nach Belieben) Milch und Streuzucker zum Glasieren Zubereitung: Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Den Teig ausrollen, so dass er auf allen Seiten etwa 2,5 cm über eine Auflauf- oder Pastetenform von etwa 1000 g Inhalt übersteht. Einen etwa 2,5 cm breiten Streifen von diesem Teig abschneiden. Den Rand der Form mit Wasser bestreichen und den Teigstreifen dagegendrücken. Die Äpfel in die Form geben, mit Zucker bestreuen und, falls verwendet, die Nelken hinzufügen. Den Teigstreifen mit Wasser bestreichen, dann das große Teigstück auf die Füllung legen und ringsrum andrücken. Den Rand beschneiden und verzieren, indem man ihn mit den Zinken einer Gabel riffelt. In die Mitte des Kuchens ein Dampfloch stechen. Nach Belieben aus den Teigresten Formen ausstechen und diese mit Wasser dekorativ auf den Kuchen kleben. Den Teig mit Milch bepinseln und mit etwas Zucker bestreuen. 10 min im Ofen backen, dann die Temperatur auf 180 °C reduzieren und weitere 35-40 min backen. Nochmals mit Zucker bestreuen und heiß oder kalt servieren. ![]() ![]() Und als Konfekt zum Lesen gab es dann obendrein auch noch: Rumkugeln aus weißer Kuvertüre 80 g Butter in 2 EL Sahne bei geringer Hitze schmelzen. Den Topf vn der Herdplatte nehmen und 200 g weiße Schokolade unter Rühren in der Flüssigkeit auflösen. Vorsicht: Die Schokolade gerinnt leicht, wenn die Butter-Sahne-Masse zu heiß ist! Nun abkühlen lassen. 10 Löffelbiskuits in eine Plastetüte geben und mit dem Nudelholz darübrrollen, bsi sie zerbröselt sind. Dann die Brösel mit 8 EL Rum (z.B. Barkadi) tränken. Die Schokoladenmasse mit den Bröseln vermengen und eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Aus der erstarrten Masse kleine Kugeln formen und in 100 g Kokosraspeln wälzen. ![]() ![]() Wenn das kein Festessen war! Gelesen haben wir dann zuerst, inspiriert vom Besuch der Lesung von Oliver Lück aus seinen ![]() Flaschenpostgeschichten. Von Menschen, ihren Briefen und der Ostsee und zwar dieses Mal über Begegnungen in Selenogradsk (früher: Cranz) in der russischen Exklave Kaliningrad mit einer in der DDR geborenen Frau (der Vater war in Wustrow stationiert) und ihrer neuen "Oma" Elfriede, die hier 1920 geboren wurde und nach 1990 wieder oft zu Besuch war. Unser jüngster Vorleser hat dann im Anschluss passenderweise aus seinen eigenen (noch unveröffentlichten) Flaschenpostgeschichten vorgelesen: ![]() "Nachrichten in Flaschen und wie sie zurückkehren" mit Sende- und Empfangserfolgen sowie selbst gefundenen Flaschenposten. Desweiteren haben wir uns vorgestellt: ![]() "Wunder - Sieh mich nicht an" von Raquel J. Palacio über einen zehn Jahre alten Jungen, dessen Gesicht seit der Geburt und durch unzählige Operationen entstellt ist, aber dennoch das Leben mit Bravour meistert - ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. ![]() "Ein Jahrhundert wird abgewählt" von Timothy Garton Ash mit einer Schilderung des (politischen) Lebens in Tschechien in den 80er Jahren aus der Perspektive des renommierten englischen Historikers. ![]() "Fandorin" von Boris Akunin, ein Krimi oder eigentlich der Auftakt zu einer ganzen Serie, angesiedelt in Moskau 1876. Erast Fandorin, noch ganz neu in der Schreibstube der Moskauer Polizei, vermutet, dass sich hinter den jüngsten Selbstmorden ein finsteres Geheimnis verbirgt. Und wird auf die Suche nach einer wunderschönen, aber offenbar eiskalten Frau geschickt... ![]() Noch eine weitere Episode aus "Das große Los. Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr" von Meike Winnemuth und zwar dieses Mal ein Bericht aus Mumbai, die erste Stadt auf ihrer Weltreise, bei der sie in 12 Städten aller Kontinente jeweils eine Monat bleibt, die ihr so gar nicht behagte. ![]() "Meine geniale Freundin", ein Roman von Elena Ferrante über Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen, bleiben es auch über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. Spielt in Neapel. ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 18. Februar 2017
Kanarische Tapas, vietnamesischer Salat, ungarische Gänsebrust, regionales fermentiertes Gemüse und spanischer Flan
lori, 14:21h
So eine Zusammenstellung internationaler Gerichte kommt zustande, wenn jeder aus seinem letzten Urlaub, Schulaustausch, Arbeitsaufenthalt o.ä. was mitbringt, zumindest die Rezeptidee.
Als Entrée gab es gebratene ungarische Gänsebrust, angerichtet mit Khaki und Avocado, dazu eine Marinade aus Sojasauce, Honig, Reisessig, Zitronensaft, gerösteten Sesamsamen und dekoriert obendrein mit Frühlingszwiebeln, Mango, Feldsalat und frischem Koriander. Zur Zubereitung der Gänsebrust sei noch verraten: Auf der Fettseite kreuzweise einschneiden, braten, so dass das Fett weitestgehend ausgebraten ist, die Fleischseite nur kurz anbraten und anschließend bei 120 Grad noch ca. 45 min in der Röhre garen. ![]() Piementos de Padron, Papas arrgugadas mit Mojo rojo und Mojo verde wurden vor ein paar Tagen noch unter der Sonne Teneriffas verzehrt. Da das Gepäck mit Meerglas schon bis zur Gewichtsgrenze gefüllt war, haben wir die Soßen kurzerhand selber hergestellt, wobei ich großzügig improvisiert habe, nachdem ich mich für keins der gefundenen Rezepte entscheiden konnte. Der Geschmack hat mich davon überzeugt, es immer wieder selbst anzurühren statt mitzubringen oder aus dem Spezialitätenregal des hiesigen Handels zu fischen! Mojo rojo Folgende Zutaten mit dem Stabmixer pürieren: 3 Zehen Knoblauch 1 Chilischote 3 Cherrytomaten ca. 2 TL Paprikapulver edelsüß ca. 1 TL Kreuzkümmel ca. 4 EL Tomatenmark Meersalz ca. 100 ml Olivenöl Mojo verde Auch hier wird alles zusammen in einem passenden Gefäß püriert: 3 Zehen Knoblauch 1 Bund Koriander 1 Bund Petersilie 1 TL Kreuzkümmel Meersalz ca. 100 ml Olivenöl Hier erstmal ein paar Fotos: ![]() Als dritte Sauce haben wir noch eine (gekaufte) Aioli dazugeschmuggelt. ![]() Papas arrugadas - Kanarische Runzelkartoffeln mit einer Kruste aus Meersalz ![]() Piementos de Padron ![]() Focaccia, ein ligurisches Fladenbrot, heute mit getrockneten Tomaten ![]() Vietnamesischer Salat (deren Zutaten vielleicht noch verraten werden) Zur unserer Ehrenrettung (wo wir doch sonst so viel Wert auf regionale Zutaten legen), kam diesmal eine besondere Spezialität auf den Tisch - fermentiertes Gemüse! Diese uralte Form der Zubereitung (oder Konservierung), die man heute fast nur noch vom Sauerkraut kennt, wird durch Olaf Schnelle aus dem vorpommerschen Dorow in einer ganz neuen Vielfalt nicht nur wiederbelebt, sondern auf eine ganz neue Genussebene gehoben. Wir hatten heute im Angebot:
![]() Wer das auch mal probieren möchte, kann das gern online bestellen bei Schnelles Grünzeug. Neben dem guten Geschmack haben wir damit vor allem für unseren Darm und damit für unser Immunsystem etwas sehr Gutes getan! Dank M.H. hatten wir heute drei Weißweine vom Weingut Wittmann im Angebot: Einen Weißen Burgunder von 2009, einen Westhofener Riesling von 2014 und einen Silvaner von 2015, die uns allesamt sehr gemundet haben. Nachschub kann übrigens hier bestellt werden: Weingut Wittmann ![]() Zum Dessert gab es Flan, da unsere Tochter diese spanische Karamelcreme so sehr liebt. Die Zubereitung lag dann auch weitestgehend in den Händen der Kinder. Das Rezept hatten wir schon mal hier verraten. ![]() Und es muss dazugesagt werden, dass keine der auf Teneriffa probierten Flans so köstlich waren, wie diese! Vorgelesen haben wir diese Mal aus: ![]() "Flusi das Sockenmonster" von Bine Brändle ![]() "Die Auserwählten - Im Labyrinth" von James Dashner (verfilmt als "Maze Runner") ![]() "Tschick" von Wolfgang Herrndorf ![]() "Ich sehe was, was Du nicht siehst" von Birgit Vanderbeke ![]() "Solange Du lebst" von Loise Erdrich ![]() "Mein Nachbar, der König. Verlassene Geschichten" von Eginald Schlattner ![]() "Wer ist Martha" von Marjana Gaponenko ![]() "Der schönste Ort der Welt" von Martha Schoknecht ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 28. Januar 2017
Rote Bete-Carpaccio, Pichelsteiner Eintopf und Pithiviers
lori, 17:00h
Jahresauftakt 2017 zum Kochen & Lesen. Heute ohne große Vorrede, aber dafür mit den Rezepten:
Rote Bete-Carpaccio mit körnigem Salatbouquet und Speckstreifen [aus: chefkoch.de] Zutaten für 6 Personen: 3 Rote Bete 6 Handvoll Feldsalat 6 EL gemischte Kerne (Kürbis, Sonnenblume, Pinie) 6 Streifen Bacon Öl Für die Vinaigrette: 4 1/2 EL Balsamico 1 1/2 EL Senf 1 1/2 EL Honig 9 EL Olivenöl Salz und Pfeffer 1 kleine rote Zwiebel (oder 1 Schalotte) Zubereitung: Gekochte Rote Bete auf einem Hobel in dünne Scheiben hobeln, ringförmig auf einen Teller legen. Den gewaschenen Salat in der Mitte des Beteringes anordnen, den Bacon in etwas Öl ausbraten. Kerne rösten. Bacon und Kerne auf dem Salat verteilen. Die Zutaten für die Vinaigrette verrühren, die Zwiebel klein würfeln, unterrühren, alles über den Salat und die Rote Bete träufeln. ![]() Pichelsteiner Eintopf Zunächst zur Beantwortung der am Tisch aufkommenden Frage, woher der Pichelsteiner kommt (die Antwort "Bayern" wurde für geografisch zu ungenau befunden): "Es wurde in der Regener Gegend erfunden – ob direkt in der Stadt Regen, wo es alljährlich im Juli das Pichlsteinerfest gibt oder in Kerschbaum am Büchelstein, dort war 2015 das 175. Jubiläumsfest." [br.de, auch das Rezept ist dort zu finden] Zutaten (für 4 Personen): 160 g Rindergulasch aus der Keule 160 g Schweinegulasch aus der Keule 80 g Kalbgulasch aus der Keule 200 g Zwiebeln (in Streifen) 260 g Karotten (in Scheiben) 130 g Sellerie (in Würfel) 260 g Lauch (in Streifen) 600 g Kartoffeln (in Würfel) ca. 100 g gehackte Petersilie 2 Ltr. Fleischbrühe Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß Zubereitung: Zwiebeln mit etwas Fett ein einem Topf glasig andünsten. Rindergulasch dazugeben und etwas mit anschwitzen, ca. 1 ltr. Fleischbrühe angießen und ca. 40 Min. bei schwacher Hitze köcheln lassen. Als nächstes das Schweinegulasch und Kalbsgulasch dazugeben und weitere 40 Min. köcheln lassen. Dann kommen die Kartoffeln auf das Fleisch für ca. 10 Min. Karotten, Lauch, Sellerie dazugeben und weitere ca. 10 Min. köcheln lassen. Zum Schluß wird mit Salz, Pfeffer und Paprika gewürzt. Der Pichelsteinereintopf sollte leicht sämig sein. Als letztes die gehackte Petersilie unterrühren und servieren. ![]() Pithiviers [aus: Vegetarische Küche. Köstliche Rezepte für fleischlose Tage] Auch hier zunächst etwas zur Herkunft: Diese köstliche Mandeltorte hat ihren Ursprung in der Stadt Pithivier in Nordfrankreich. Da wir leider keinen Mandelbaum, dafür aber einen Walnussbaum im Garten haben, wurde das Rezept etwas abgewandelt: Zutaten für 6 Personen: 25 g Butter 50 g Zucker 2 Eigelbe 100 g gemahlene Walnüsse 2 EL Rum 1 Portion Blätterteig (450 g tiefgefroren) 1 geschlagenes Ei Puderzucker Zubereitung: Den Backofen auf 230 °C vorheizen. Butter und Zucker cremig rühren, dann die Eigelbe hinzufügen und schaumig schlagen. Die gemahlenen Nüsse und den Rum untermischen. Den Blätterteig in zwei gleich große Portionen teilen, die Hälfte auf ein Backblech legen. Die Nussfüllung auf der Teigplatte verteilen, dabei einen 1 cm breiten Rand frei lassen. Die zweite Teighälfte auf die Füllung legen, am Rand zusammendrücken und verzieren. In die Mitte ein Loch stechen, damit der Dampf entweichen kann. Mit Ei bestreichen und 10 min im Ofen backen. Die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 35 min backen. Etwa 10 min vor Ende der Backzeit die Torte aus dem Ofen nehmen und mit Puderzucker bestäuben. Wieder in den Ofen stellen, so dass der Puderzucker zu einer Glasur schmilzt. Warm servieren mit geschlagener Sahne. ![]() ![]() Gelesen haben wir aus: ![]() "Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen" von Rick Riordan ![]() "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green ![]() "Unterleuten" von Juli Zeh ![]() "Herr Moses aus Berlin. Auf den Spuren eines Menschenfreundes" von Heinz Knobloch ![]() "Die Mittagsfrau" von Julia Franck ![]() "Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine: Wege in eine neue Zeitkultur" aus Karlheinz A. Geißler ... link (0 Kommentare) ... comment Sonntag, 18. Dezember 2016
Pfefferkuchenkreationen
lori, 21:48h
Alle Jahre wieder... So trafen wir uns am Vorabend des 4. Advents im GutenHaus zum Pfefferkuchen- und Plätzchenbacken bzw. deren Weiterverarbeitung zu Bau- oder anderen Werken. In etwas kleinerer Runde als in den Vorjahren, aber nicht weniger gemütlich. Die Bäckerei stand diesmal wieder im Vordergrund, deshalb heute keine Rezepte, vom Essen nur ein Bild vom gedeckten Tisch:
![]() Es gab Kürbissuppe, wahlweise mit Fleischbällchen, Pizza (hier noch nicht mit im Bild), eine Käseplatte mit Baguette und zum Dessert noch Trauben und Apfelschaum. Es gab diesmal zwei Bäckerfraktionen, eine Familie mit Lebkuchenteig, eine mit Plätzchenteig. Letzeren in schwarz und weiß, der zu vielfältigen Kreationen mit und ohne Ausstecher-Vorlagen verbacken wurde, was bildlich leider nicht festgehalten wurde. Der Lebkuchenteig dagegen wurde mit Zollstock oder Augenmaß erstmal in Grundbausteine zerteilt, vorgestempelt, gebacken und weiter bemalt bzw. verbaut. Hier ein paar Impressionen dazu: ![]() Bei der Herstellung der Spielkarten wurde die Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo) schon mal vorgestempelt mit Kartoffelstempeln, oben noch im Bild. Nach dem Backen wurden die Symbole nochmal nachgemalt und der Spielwert mit aufgetragen. ![]() Erprobt wurden die Spielkarten noch am selben Abend mit Offiziersskat und Maumau! Die anderen Kreationen entstanden erst am nächsten Morgen, ein Igloo und ein Vogelhäuschen: ![]() ![]() Dadurch hatten wir am Abend ausnahmsweise richtig Zeit - nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum Filmkucken: "Die Weihnachtsgans Auguste" als DEFA-Puppentrickfilm von 1985 auf 16mm-Schmalfilm. Museal und schön! ![]() Aber auch der Vorleseteil wurde diesmal noch angereichert von mehreren Hausmusikeinlagen mit Trompete, Gitarre und Flöte! Vorgelesen wurde dann (Vor)Weihnachtliches, Skurriles, Ernsthaftes, Philosophisches, Lyrisches in Variationen, Spukhaftes usw. Hier eine kurze Übersicht:
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