Kochen & Lesen
Sonntag, 27. September 2026
Wurzelgemüse aus dem Ofen
Aus Zeitmangel würde ich wieder eher Bilder sprechen lassen als Rezepte niederzuschreiben: Es gab ein buntes (gewürfeltes) Wurzelgemüse aus dem Ofen (mit den letzten Roten Beeten aus dem Garten) mit gebratenem Tofu und verschiedenen Dipps: Humus und Joghurt-Minze. Davor oder dazu je nach Laune Chinesische Pfannkuchen mit Frühlingszwiebeln (noch reichlich im Garten) mit einer Soja-und-vieles-andere-Sauce zum Dippen.



Zum Nachtisch einen köstlich frisch gebackenen Apfel-Crumble mit - das sie hier explizit erwähnt, weil nicht fotografiert - "Naschkatze Dessertsoße Vanille" von immergut sowie Irish Shortbread (wahlweise zum Dippen im Espresso).





Gelesen haben wir aus:

"Gehen, um zu bleiben. Aus der DDR nach Italien - und zurück" von Klaus Müller
(Seine Geschichte ist die Vorlage für das Buch "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von F.C. Delius und für den Film "Spaziergang nach Syrakus" von Lars Jessen, der vor wenigen Wochen Premiere hatte. Klaus Müller selbst war inspiriert von Johann Gottfried Seume, der 1801-1802 von Grimma bei Leipzig nach Syrakus gewandert ist und darüber einen Reisebericht geschrieben hat.)

"Die Freiheit so nah" von A.A. Kästner
(Dahinter verbergen sich die Eheleute Angélique und Andreas Kästner. Sie, 1966 geboren, in Hamburg lebend mit ihrem Mann, 1963 in Wismar geboren, in Rostock aufgewachsen, zu DDR-Zeiten zur See gefahren, im Juni 1989 ausgebürgert. Das Buch ist die wahre Geschichte der Jugendclique ihres Ehemannes, die durch einen Verrat gebrochen wurde und doch noch immer – auch heute noch – fest zusammenhält.

"Eden" von der isländischen Autorin Auður Ava Ólafsdóttir
(Die Ich-Erzählerin Alba ist Expertin für aussterbende Sprachen, nimmt an Konferenzen auf der ganzen Welt teil, zieht dann irgendwann aus Reykjavik in die isländische Provinz in ein kleines Haus. Nicht alle ihre Bücher haben dort Platz und werden so im Dorfladen verkauft. Plötzlich erwärmen sich die Dorfbewohner für die isländische Grammatik und werden für sie zu Gesprächspartnern. Köstlich. Der NDR titelt im Januar 2026 "Eines der besten Bücher des Jahres". Dem stimmen wir zu.)

"Identitti" von Mithu Sanyal
(Ein Roman über Rassismus und Identitätspolitik. Fördert das eigene Nachdenken über diese Themen. Wir haben lebhaft darüber diskutiert. Vor allem auch wg. der vorgelesenen Schlüsselszene, in der die Dozentin zu Seminarbeginn fordert "Okay, erst einmal alle Weißen raus.")

"Stimmen" von Wolfgang Herrndorf
(Texte von ihm, die erhalten geblieben sind, weil irgendwann schon mal in die Öffentlichkeit gelangt - in Zeitschriften, auf Lesungen oder im Netz. [In seinem Testament hat Wolfgang Herrndorf die Vernichtung aller seiner unvollendeten Werke verfügt.] Der vorgetragene Text über seine Begegnung mit Jürgen Kuttner hat selbst den Vorlesenden immer wieder zu Lachanfällen geführt.)

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Samstag, 18. Juli 2026
Sommergenüsse im Grünen
Manchmal macht der Sommer einfach mal ein, zwei Tage Pause. Aber das hält uns ja nicht davon ab, an geschützter Stelle dem Wind und kühlen Temperaturen zu trotzen - immerhin ist es trocken geblieben, wir sind satt geworden und haben lesen können bis zum Dunkelwerden. Das anschließende Feuer hat wahlweise die Mücken vertrieben (wenn man im Rauch saß), etwas Wärme gespendet (wer näher dran war) oder einfach die Gemüter beruhigt beim Beobachten des Flammenspiels.

Auf den Tisch kam eine bunte Auswahl leckerer leichter Sommerspeisen:


Torteletts mit wahlweise Vanillepudding oder Joghurt und frischen Johannisbeeren


Salat aus Grünen Bohnen, Fetakäse und Walnüssen


Kalte Gurken-Melonen-Joghurt-Suppe reich verziert


Rohrnudeln (auch Buchteln genannt), hier mit frischen Süßkirschen als Füllung mit Vanillesauce

Gelesen haben wir aus:

"Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von F.C. Delius (als Einstimmung auf die Verfilmung, die ab 20. August in die Kinos kommt - natürlich auch im Rostocker Lichtspieltheater Wundervoll)

Vier ausgewählte "gedichte aus 50 Jahren (1954 - 2004)" von Wulf Kirsten

Die Geschichte zum empfundenen Verrat an ihren Mitteilungen Christa Wolf gegenüber in "Luft zum Leben" von Helga Schubert

Die Geschichte "Die Dame mit dem Hündchen" aus dem gleichnamigen Erzählband von Anton Tschechow

Reisebeschreibungen aus Kasan aus "Mit der Linie 4 um die Welt" von Annett Gröschner

Und nochmal ausgewählte Kolumen von Axel Hacke aus seinem "Kolumnistischen Manifest. Das Beste aus 1001 Kolumnen"

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Samstag, 27. Juni 2026
Kalte Küche an heißem Tag
41,7 °C tagsüber, 29,4 °C nachts - in Deutschland purzeln gerade die Temperaturrekorde. Bei uns im Norden war es nicht ganz so schlimm, aber auch nur wenige Grad darunter. Klimatisch angepasst gab es deshalb heute eine sehr willkommende KALTE KÜCHE:


Kalte Gurken-Melonen-Joghurt-Suppe


Einen richtig BUNTEN Salat


Verschiedene Tapas: geriebene (rohe) Rote Beete mit Johannisbeer-Balsamico und Olivenöl., Piementos in Olivenöl, geröstete Champignons


Spargelsalat mit Erdbeeren und Schnittlauch


Gegrillte Paprika.
Zum Stremellachs gehörten noch (die zu fotografieren vergessenen) Käseplatte und Brotkorb.


Johannisbeeren-Schichtdessert


Ausnahmsweise mal wieder ein dokumentiertes Getränk: Da der Mädesüß gerade blüht, bot es sich an, ein Kaltauszugwässerchen mit auf den Tisch zu stellen.

Der Leseteil des Abends (nur unterbrochen vom Kaffeekochen) bot uns folgende Kost:

"Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang" von Helga Schubert

"Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdischsein in Deutschland", herausgegeben von Laura Cazés (wir haben einen Auszug aus „Mehr Chuzpe wagen“ von Mirna Funk gelesen)

"Affenliebe" von Lara Rüter

"Mit der Schwalbe zur Datsche. Wörter aus einem verschwundenen Land" von Antje Baumann.
Wobei die Anregung zum Kauf des Buches aus dem (ebenfalls vorgelesenen) Artikel "Wenn der Kosmonaut auf Arbeit Nicki trägt" von Janina Fleischer

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Samstag, 30. Mai 2026
Hornhecht & Spargel
Manchmal besteht das Leben aus (leckeren) Wiederholungen. Wenn im Mai der Leseabend bei A & M stattfindet, gibt es Hornhecht & Spargel. Naja, Beides ist halt nur kurz verfügbar - aber eben auch lecker genug, um keinerlei Proteste zu erzeugen. 8 der grüngrätigen Silberpfeile hatten wir in der Pfanne, zuerst die "Hinterteile", die sind am einfachsten von der Gräten zu befreien.





Spargel (aus der Nachbarschaft) gab es weiß und grün, gebraten, gedämpft und gekocht, mit deutschen Frühkartoffeln (ist es in Niedersachsen schon so warm?) und einer extrem leckeren Sauce Hollandaise.



Nicht unterschlagen wollen wir den bunten Salat aus diversen Pflück-, Feld-, Blattsalaten, anderer Rohkost, angereichert mit wilden Kräutern, die beim Gang übers Grundstück so in der Schüssel landeten (Vogelmiere, Melde, Waldziest, Gundermann, Knoblauchrauke, Spitzwegerichblüten) mit einem Dressing aus Olivenöl, Balsamico und Feigensenf. Wer mochte, nahm sich noch in weißem Balsamico und Gewürzen eingelegte Bärlauchblütenknospen und Fichtensprossen als Topping.

Und selbst die riesige Schüssel mit fruchtigem Schichtdessert (aus Quark, Mascarpone, gemischten [gefrorenen] Früchten und Baizer) ist alle geworden.



Gut gesättigt haben wir uns dem Lesen (und Zuhören) hingeben können aus:

"Liebe" von Thomas Hettche

"Am Fenster klebt noch eine Feder" von Maria Lassnig

"Brennendes Licht. Anna Seghers in Mexiko" von Volker Weidermann

"Als wir Schwäne waren" von Behzad Karim Khani

"Lexikon der populären Ernährungsirrtümer" von Udo Pollmer und Susanne Warmuth

"Das Jahr der Schmetterlinge" von Lea Korsgaard (+ zur Anschauung: Inselband 2058 "Nachtfalter" von Cornelia Funke)

"Ich hab's euch immer schon gesagt. Mein Alltag als Mann" von Axel Hacke

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Samstag, 18. April 2026
Möhren-Ingwer-Suppe mit Gurkentoast und Milchschaum mit Thymian
Der Titel reicht gerade mal für die Vorspeise - toll, was wir da von A. aufgetischt bekommen haben! Als Hauptspeise folgte Spitzkohl-Pasta-Auflauf sowie als Dessert ein Zitronenmousse mit Erdbeersauce.







Zum Anstoßen gab es heute mal zur Abwechslung einen reinen Fruchtsaft von besonders dunkler robinroter Farbe und erlesenem Geschmack. Es wurde etwas gerätselt, aber dann doch als Aronia erkannt. Auf dem Etikett steht auch, wo er herkommt: Vom AroniaGut Marquardt in Trinwillershagen!



Gelesen haben wir aus:

"Wenn die Sonne untergeht. Familie Mann in Sanary" von Florian Illies

"Das Märchen vom letzten Gedanken" von Edgar Hilsenrath

"Nektar Meer" von Roman Israel

"Das kolumnistische Manifest" von Axel Hacke

"Thomas Mann macht Urlaub" von Kerstin Holzer

"Liefern" von Tomer Gardi

sowie aus der Schweriner Sammlung "Worttagebau" verschiedener Aurorinnen und Autoren.

Und zwischendurch kam der zweite Nachtischgang noch zum Zuge: im Steinofen gebackenen Kuchen. Wird langsam eine schöne Tradition! :-)

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Samstag, 21. März 2026
Lachsfilet mit Spinat und Steinpilzrisotto
Die Tafel mit Blick in den Sonnenuntergang über den See muss hier mal zuerst gewürdigt werden:



Angestoßren wurde erstmal (nichtalkoholisch) mit Gin-Tonic mit roten Johannisbeeren:



Die feste Nahrung startete mit einem gemischten Salat mit einem Olivenöl-Aroniabalsamico-Feigensenf-Dresssing:



Gefolgt vom titelgebenden Hauptgang:





Das Süße zum Nachgang bestand aus einer breiten Kuchenpalette vom Bienenstich über Pflaumentaschen und Rosinenbrot. Hier ist stellvertretend nur der Bienenstich festgehalten worden:



Nach einem zünftigen Espresso wurde gelesen aus:

"Russische Spezialitäten" von Dmitrij Kapitelman
("Ein Buch über die Unmöglichkeit der Verständigung, das Verständnis ermöglicht.“ [Tobias Becker, Der Spiegel])

"Der Tote von Belintasch" von Uwe Kolbe

"Brennendes Licht, Anna Seghers in Mexiko" von Volker Weidermann

"Gestatten: Biber. Unsere außergewöhnliche Freundschaft mit einer Biberfamilie" von Bettina und Christian Kutschenreuter

"Der König der Tiere" von Philip Jose Farmer (aus dem Band "22 kurze Kurzgeschichten")

"Nincshof" von Johanna Sebauer

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Samstag, 21. Februar 2026
Karamelisierte und gratinierte Chicoréehälften mit Orangenspalten in einer fruchtigen Béchamel-Sauce
Es gab heute ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü:
Zunächst ein selbstkreierter Glasnudelsalat, u.a. mit geröstetem Koriander, Rauke, Pilzen und Karotten. Dem folgte der Hauptgang: Karamelisierte und gratinierte Chicoréehälften mit Orangenspalten in einer fruchtigen Béchamel-Sauce mit gebutterten Petersilien-Erdäpfeln. Als Dessert eine Mascarpone-Quarkcreme mit Baiser und Beerenfrüchten. Für letzteres gibt es sogar ein "Rezept", da wir es schon vor vielen Jahren mal auf dem Tisch hatten. Nicht zu unterschlagen folgten noch im traditionellen Lehmofen gebackener Kuchen: Bienenstich, Apfelstrudel und Zuckerkuchen. Was für ein Fastenmahl!

Und hier noch ein paar Bildeindrücke dazu:

























Und was wurde gelesen? Aus den vielen Büchern der Bibel gabs wunschweise einen Auszug aus dem auch König Salomo zugeschriebenen „Hohelied“ (hebräisch: „Das Lied der Lieder“) aus dem Ersten Testament.

Außerdem gab es Auszüge zu hören aus:

"Das Kaminfuer und das gute Leben" von Jutta von Camphausen

"Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" von Alena Schröder

"Das Havelberger Konzert. Bach-Novellen" von Christoph Hein

"Im Grunde gut" von Rutger Bregman

"Glücksorte in Schwerin" von Beate Schümann

"Am Meerschwein übt das Kind den Tod. Ein Nachrough" von Nora Gomringer

"Tadellöser & Wolff. Ein bürgerlicher Roman" von Walter Kempowski

Nicht gelesen, aber vorgestellt wurde außerdem die TrueCrime-Geschichten "Tödlicher Norden. Autehntische Fälle aus dem Alltag der Rechtsmedizin" von Fred Zack, Prof. der Rechtsmedizin an der Universität Rostock (im aktiven Ruhestand).

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Samstag, 24. Januar 2026
Von bunter Suppe über bunten Obstsalat bis zu bunten Büchern
oder: vom Versuch der Wiederauferstehung eines Blogger-Projekts

Unser passionierter und inzwischen auch pensionierter (!) Koch MH kredenzte uns...

Ach, das lassen wir ihn selber sagen (Kopie seines facebook-Posts):

Seit 27 Jahren trifft sich ein konstanter Kreis bis zu acht Menschen einmal im Monat, elfmal im Jahr - zumeist am letzten Samstag - zu „Kochen und Lesen“. Reihum bei ehemals Ex-Rostockern – zwischen Schwerin, Wismar, Rostock und Ribnitz-Damgarten. Zumeist ist in den letzten Jahren der Gastgeber auch der Koch; anfänglich haben wir zusammen gekocht und z.T. einmal jährlich die Nahrung auf Feld und Wiesen gesammelt und dann kreiert. Und das alte „Regional ist Erste Wahl“ versuchen wir zu beherzigen, auch das „Saisonal ist Erste Wahl“. Das betrifft dann z.B. Fisch vom eigens bekannten Fischer oder Wild vom eigens bekannten Jäger oder Gemüse vom Bio-Bauern oder vorrangig aus Mecklenburg-Vorpommern…

Am 24. Jänner 2026 war alles vegetarisch, der von mir gemachte „Wintereintopf“ sogar vegan.

Es gab also vier Gänge: Nach dem (wahlweise alkoholfreien) Aperitiv hatte es gegen die Minusgrade im Freien den „Wintereintopf“, bei dem fast alle Zutaten (Rosenkohl, Karotten, Sellerie, Pastinaken, Champignons, Lauch, Minze, Petersilie, Wrucken (Steckrüben) und Zwiebeln aus Mecklenburg-Vorpommern kamen. Nur Paprika, Salz, Wacholder, Knoblauch, Koriander, Pfeffer, kamen wie der selbstgeerntete Lorbeer von etwas weiter her.





Der winterliche Obstsalat bestand aus Äpfeln, Chicorée und Honig aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Bananen, Sultaninen, Orangen und Grapefruits hatten einen etwas weiteren Anfahrtsweg.



Vor dem Espresso hatte es noch einen selbstgemachten Bananen-Schoko-Pudding mit Schnee (o.k.: es waren Kokosraspeln😊).



Unser 1999 aufgestelltes `Konzept` des Leseabends, dass jede/r das vorliest, was gerade anliegt haben wir ebenso beigebehalten wie den Verzicht auf eine Diskussion zu den Texten. Das hängt zum einen ganz pragmatisch damit zusammen, dass bei ca. acht VorleserInnen á 20 Minuten und Pausen dazwischen gut drei Stunden (nach dem Essen!) vorbei sind und die Aufmerksamkeit nachlässt. Und: Es hat sich jedes Mal, wenn wir doch diskutiert haben (weil z.B. weniger waren und die Zeit mehr) herausgestellt, dass wir uns dann `verfransen` und im schlechtesten Falle der oder die Letzten nicht mehr zu Wort kamen. Allerdings: Wer dann über Nacht bleiben kann, hat dann gelegentlich beim Sonntagsfrühstück das eine oder andere dann noch an- und besprechen können.

Und was wurde gelesen?

"Unorthodox" von Deborah Feldmann

"Glückskind mit Vater" von Christoph Hein

"Papyrus" von Irene Vallejo

"Die letzten Tage von Hongkong" von Marko Martin

"Die Sonne und die Mond" von Chris Kraus

Lyrisches aus "Gesammelte Werke Band I" von Lennart Schilgen

Wer Fotos von Buchcovern oder Links zu Leseproben, Bstellmöglichkeiten o.ä. vermisst, dem sei ein einfaches Markieren-Kopieren-Einfügen-Suchen ans Herz gelegt. ;-)

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Sonntag, 26. September 2021
25. September 2021 Herbstliches Kochen & Lesen in Z.
Es wurden einfache Gerichte aus herbstlichen Gaben unserer Gärten zubereitet, d.h. eine heiße Kürbissuppe, ein erfrischender Salat aus vielen Zutaten (auch geschmorte Kürbisstreifen), heiße Holundernachspeise (hier zum hollerkoch-rezept (pdf, 258 KB) , Ahornsirup statt Zucker, ohne Pflaumen), erkauftes Naschwerk und erlesener Cidre, Weiß- und Rotwein für die Leserunde ...

... gelesen wurde dann von
>>> Jo.: "Die kleinen Wilden" von Jackie Niebisch
Es ging um eine verstauchte linke Mammutzehe und wandernde Büsche... nochmal nachzulesen in dieser Leseprobe:
https://www.dtv.de/_files_media/title_pdf/leseprobe-62161.pdf

>>> Ma.: "Die Känguru-Offenbarung" von Marc-Uwe Kling
Es ging um einen Londonaufenthalt und das formvollendete Distanzieren von Autoren und Firmen (Starbucks) von werbewirksamen, aber nicht der eigenen Philosophie entsprechenden Zitaten...
Leseprobe: https://www.ullstein-buchverlage.de/uploads/tx_publisher/leseprobe/9783548375137.pdf

>>> Ta.: "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury
Feuerwehrmann Guy Montag trifft nach einem amtlichen Bücherverbrennen auf Clarisse,
die ihm seltsame Fragen stellt... (451°F ~ 233°C)
Link mit Leseprobe dieser Szene:
https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Fahrenheit-451/Ray-Bradbury/Heyne/e546287.rhd

>>> Ax.: "Lippen abwischen und lächeln" von Max Goldt
Wir erfuhren, wie es die klugen Sprachen machen...
Dazu passte Diverses und die erfreuliche Diskussionsfreudigkeit während des ganzen Abends, vorwiegend von jungen und alten Männern und Frauen.
Leseprobe (leider nur andere Abschnitte):
https://www.book2look.com/book/9783871341779
Empfohlen wurde noch ein verliehenes Buch über ein indisches Mathegenie in den USA... (Titel?)

>>> An.: "Sungs Laden" von Karin Kalisa
Weil der Schuldirektor "expeditiver" sein und die Schule in Sachen Völkerverständigung nach vorn bringen soll, muss Sungs Sohn Minh bei der Großmutter nach Kulturgut aus Vietnam suchen... Leseprobe:
https://www.book2look.com/book/9783426305669

>>> Ma.: "Über die Ostsee in die Freiheit" von Christie und Bodo Müller
Diesmal eine dramatische Paddelboote-im-Nebel-Geschichte einer Familie mit 7-jähriger Tochter mit glücklichem Ausgang... Buchinfo:
https://www.delius-klasing.de/ueber-die-ostsee-in-die-freiheit-10680

>>> Mi.: "Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet" von Lutz Rathenow
Aus des Jenaer Autors und späteren Sächsischen BStU-Landesbeauftragten erste Veröffentlichung (bei Ullstein, in der DDR verboten) mit 42 Erzählungen... Leider keine Leseproben...
https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/schlimmsten-wurde-schon-gerechnet-prosa/autor/lutz-rathenow/

>>> Ho: "Kirschholz und alte Gefühle" von Marica Bodrozic
Arjeta, 1992 aus Sarajewo geflohen, ist Jahre später in Berlin gestrandet. Eine scheinbar kleine Nebenepisode: Bei einem Besuch erzählt die in Bosnien gebliebene Mutter von Arjetas Jugendfreund Mateo, der jetzt national denke, Partisanendenkmäler abfackele und sich der Sprachreinigung und Opferfragen widme...
https://marica-bodrozic.de/kirschholz-und-alte-gefuehle/

Den Abend und den Abschied begleiteten diesmal viele impulsive Diskussionen über Sprachgebrauch, über den katholischen Mönch Luther bis hin - aus aktuellem Anlass - zum geeigneten Wahlalter... es hätten gern drei Abende Zeit sein dürfen. Dank an den Gastgeber für diesen!
Mit Vorfreude auf weitere und mit besten Wünschen für einen freudvollen Start in Ha. an Ta.!

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Dienstag, 3. August 2021
31. Juli 2021 Platz ist in der kleinsten Hütte (in G bei H)
Trotz Hochsommers wehte es uns erstmals wieder herbstlich an und wir zogen nach einem Regenschauer von der Wiese in den Wagen (von manchen "tiny house" geheißen). Am Tisch mit drei Plätzen fanden nach und nach zehn Leute Platz, fast so wie in Sutejews "Lustige Geschichten", nur ohne den schnell wachsenden Pilz...

Kulinarisch war es kunterbunt mehrgängig, wenn auch nicht bei allen in gleicher Gangfolge, einfach gut. Aus Ro. kamen "Pimientos de Padron" an Kapuzinerkresse als eine herzhafte Tapa (Rezept s. Chefkoch.de). Dem Re.er Beet entzogene Roten Beete wurden als köstliche und purpurn leuchtende Suppe gereicht, natürlich mit Sahne und Meerrettich. Vor Ort buken wir minimalistische Eierkuchen für süße oder herzhafte Aufstriche. Überraschend kamen aus H. von T. selbstgemolkene, mit Ei veredelte und tiefgekühlte Ziegen-Eise, die positive Eiserinnerungen weckten, obwohl niemand von uns so etwas damals im Osten gegessen hatte (vielleicht in Moskau?). Pasta passte dann nicht mehr rein.

Neben Wein wurde dem Kaland von Männerhobby von Personen beiderlei Geschlechts zugesprochen. Über nicht-spirituose Getränke sprechen wir heute nicht.

Das Lesen begann zur Blauen Stunde gegen 8 p.m. mit einer Premiere:
Es wurde m.E. erstmals von einem Smartphone gelesen.
Ta. erinnerte uns mit "20000 Meilen unterm Meer" von Jules Verne
an die Abenteuer von Kapitän Nemo mit der Nautilus.
Hier eine Leseprobe:
https://www.knesebeck-verlag.de/20_000_meilen_unter_dem_meer/t-1/555

Dem Uhrzeiger und dem Thema folgend las Ma. aus dem Buch "Über die Ostsee in die Freiheit" von Christine und Bodo Müller eine Fluchtgeschichte mit dem ersten selbstgebauten U-Boot aus Thüringen, die in Stasi-Haft mündete.
Hier eine Leseprobe:
https://www.buecher.de/shop/ddr/ueber-die-ostsee-in-die-freiheit/mueller-christinemueller-bodo/products_products/detail/prod_id/06325063/

Mi. las einen Auszug aus Avi Primor "Nichts ist jemals vollendet - Die Autobiographie",
in dem er sich an seine Kindheit im Tel Aviv der 1940er Jahre erinnert, an die schöne Mutter und die zwei einzig möglichen Reitlehrer der Stadt...
Hier eine Leseprobe:
http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783732506453

Ti. las - erstmals beim Leseabend - aus dem "Buch der Bücher"
(Fassung: Neue Jerusalemer Bibel, Büchergilde Gutenberg)
und brachte uns die Geschichte von der Jüdin Judit und dem feindlichen assyrischen Feldherrn Holofernes nahe.
Hier vollständig nachzulesen im "Buch Judit":
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/jdt8.html

An. las uns aus dem bewundert gebundenen "Ameisig" von Charlie Kaufmann" die Stelle, als B. Rosenberg nach seinem Brandunfall aus dem Koma erwacht, mit eigenartig neuem Gesicht, und erfährt, dass das von ihm erkannte bedeutendste Filmkunstwerk der Geschichte nur noch aus einem Filmstill besteht.
Hier eine Lesprobe:
https://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446268333_0002.pdf

Ho. las Sasa Stanisic, der als 14-Jähriger mit seinen Eltern aus Bosnien-Herzegowina flüchten musste. Sein Erzählband "Fallensteller" ward unterwegs auf Balkanreise erworben und als tragikomische Begleitmusik gelesen. Der namengebende Fallensteller sorgt für magisch-skurrile Szenen in einem postsozialistischen uckermärkischen Dorf - "Wat?".
Hier eine Leseprobe:
https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Fallensteller/Sasa-Stanisic/Luchterhand-Literaturverlag/e474638.rhd

Es ward noch weit nach Mitternacht weiter erzählt und gelesen.

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Mittwoch, 30. Juni 2021
20. Juni 2021 Essen&Lesen unterm Apfelbaum - in R.
AUS DEN MENÜS:
- bunter Salat mit Eisbergsalat aus dem Hochbeet
- Pogácsa (ungarische Teigtaschen)
- Mejadra, das ist ein vegetarisches Reis-Linsen-Gericht mit frittierten Zwiebeln
- Maqluba, das ist ein Reis-Gemüse-Gericht mit Huhn, dazu Gurkenjoghurt
(letztere beiden Gerichte entstammen dem "Jerusalem"-Kochbuch des israelisch-/palästinensischen Köche-Duos Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi
https://www.dorlingkindersley.de/buch/yotam-ottolenghi-sami-tamimi-jerusalem-9783831023332 )
- Nachtisch: gestürzter Joghurt mit Erdbeeren, friesische Trümmertorte mit Erdbeeren
AUS DEN GETRÄNKEN:
Holunderblütenlimonade, georgischer Rotwein

DIE LITERARISCHE FEINKOST:
(mit ein paar unmaßgeblichen Erinnerungsfetzen von mir, Ho):

Ma: Marc-Uwe Kling "Die Känguru-Chroniken"
https://marcuwekling.de/de/werke/#die-kaenguru-chroniken-706
(... das Känguru klaut Touristen die Kamera und verschenkt sie ...)

An: Helga Schubert "Vom Aufstehen"
https://www.dtv.de/buch/helga-schubert-vom-aufstehen-28278/
(... über die West-Beschaffung der indizierten Uwe-Johnson-Werke für eine darüber promovierende, später ausreisende Freundin, die sie noch immer liest ...)

Mi: Patricia Holland Moritz "Kaßbergen"
https://www.aufbau-verlag.de/index.php/kassbergen.html
Leseprobe: https://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783351038465.pdf
(aus Leseteil A: ... der Minister (Oma): "Das Wort anarchistisch brauchste nicht." ...
aus Leseteil B: vom Nischl von Karl Marx und dem Intershop gegenüber, von Ulrike & Gonzo, von S.H. & S.H. (Stefan Heym & Stephan Hermlin) und ihren "wahren" Namen ...)

--- wir flüchten vor den aggressiven Mücken ---

Ka: Irvin Yalom ?Wie man wird, was man ist?
https://www.deutschlandfunkkultur.de/irvin-d-yalom-wie-man-wird-was-man-ist-ueber-die.950.de.html?dram:article_id=406875
(... 1 Therapiestunde des 80-Jährigen mit einem 84-Jährigen, der seinen 45 Jahre währenden Briefwechsel über Nietzsche mit seinem vor 12 Jahren verstorbenen Professor bezeugen lässt ...)

Ho: Gabriele von Arnim "Das Leben ist ein vorübergehender Zustand"
https://www.rowohlt.de/buch/gabriele-von-arnim-das-leben-ist-ein-voruebergehender-zustand-9783498002459
(S.18-20 mexikanischer Totenkult.... , S.34-37 Erzähl es, ... The past is always unpredictable. ... Freudsche "Deckerinnerung" ... ; S.84/85 "Weg!", ... Liebe zur Literatur befähigt, die heimtückische Anschläge des Alltags auszuhalten ...)

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Mittwoch, 30. Juni 2021
29. Mai 2021 Gemeinsam Kochen&Lesen erstmals wieder möglich - in Z. auf der Terrasse
... minimalistische Blog-Fortsetzung (H)
(die Beschreibung/Rezepte der auserlesenen Mahl- und Trinkzeiten überlasse ich gern den An- und Ausrichtern. Hier soll nur das Lesefutter erinnert werden, mit Links der Originalverlage oder anderen interessanten Links dazu.)

Ta: Nikolaus Heidelbach, Franz Hohler "Das große Buch - Geschichten für Kinder"
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/das-grosse-buch/978-3-446-23312-6/
daraus: die Geschichte vom Zauberschächtelchen

Ma: Oliver Lück "Der Strandsammler - Naturwunder, Band 6 "
https://www.rowohlt.de/buch/oliver-lueck-der-strandsammler-9783498002350
Daraus eine Geshichte über das Sammeln und Zurückschicken (oder Behalten) von Flaschenpost

Mi: Uwe Preuss "Katzensprung"
https://www.fischerverlage.de/buch/uwe-preuss-katzensprung-9783103974263

Ax: Manfred Krug "66 Gedichte, was soll das?" (1999)
https://www.google.de/books/edition/66_Gedichte_was_soll_das/BYreAAAACAAJ?hl=de

Pe: Bill François "Die Eloquenz der Sardine - Unglaubliche Geschichten aus der Welt der Flüsse und Meere"
https://www.chbeck.de/franois-eloquenz-sardine/product/31838165
dlf-Audiokritik "Über die Liebe zum Meer": https://www.deutschlandfunkkultur.de/bill-francois-die-eloquenz-der-sardine-ueber-die-liebe-zum.950.de.html?dram:article_id=495261

In: Jan Skácel "Für alle, die im Herzen barfuß sind"
https://www.wallstein-verlag.de/9783835333680-fuer-alle-die-im-herzen-barfuss-sind.html

An: Simon Elson "Der Wolkensammler"
https://www.book2look.com/book/9783498001933

Ho: Marica Bodrozic "Pantherzeit"
https://marica-bodrozic.de/pantherzeit-marica-bodrozic/
("Keiner hat sich in seinem Leben soweit gelassen, dass er sich nicht noch mehr hätte lassen können." Meister Eckart)

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Sonntag, 25. November 2018
Nordafrikanische Küche
Heute weichen wir von der Regionalität mal etwas ab. Vielfalt ist ja auch was Tolles, zumal im November die Auswahl dessen, was der Garten noch so hergibt, arg limitiert ist. Unsere gastgebende Sterneköchin hat uns in die Welt der nordafrikanischen Küche entführt, die von unserem gastgebenden Sternefotograf sehr schön in Szene gesetzt worden ist.

Wenn eine kleine Bilderfolge zur Entstehungsgeschichte eines der zahlreichen Vorspeisen beispielgebend für die aufwändige Zubereitung erlaubt ist - hier: gefüllte Weinblätter:







Auch die Tafel sieht stilvoll und einladend aus:



Neben den oben schon gezeigten gefüllten Weinblättern standen als Vorspeisen und Salaten zur Auswahl:


Möhrensalat mit Honig


Gebratene Paprika mit Kapern


Taboulé mit Salzzitronen


Heiße Kichererbsen


Arabischer Tomatensalat


Marokkanisches Brot

Dazu ein köstlicher, gut gekühlter Weißwein:



Und dann kam erst das Hauptgericht, nach dem sich alle - bis auf unseren vegetarischen Nachwuchs - die Fingen geleckt haben:


Lammtopf mit Aprikosen


Warmer Grüne-Bohnen-Salat mit Sesam


Couscous


Bon appétit!

Getoppt wurde das alles noch von diesem Dessert:


Würziges Quittenmus mit Sahne, Blüten- und Minzdeko

Einen riesengroßen Applaus und tiefe Verneigung vor KP!

Gelesen haben wir aus:


"Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry (die Fortsetzung vom letzten Mal)


"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull - Der Memoiren erster Teil" von Thomas Mann


"Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky


"Die Insel Rügen. Ein Heimatbuch" (1953) von Wolfgang Rudolph


"Tschick" von Wolfgang Herrndorf


"Hein Hannemann: Eine Geschichte von der Waterkannt" von W von der Mühle


"Hector und die Entdeckung der Zeit" von François Lelord

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Samstag, 27. Oktober 2018
Ein letzter Gartensalat, cremige Orangen-Möhren-Kürbis-Suppe und Bratäpfel vom Boskop
Heute steckten in jedem Gang nochmal die Früchte des Gartens und des Gärtnerns. Für einige muss man bekanntlich was tun, andere fallen einfach vom Baum. Für die Vorspeise wurde das Hochbeet geplündert: Radieschen, Rucola, drei verschiedene Blattsalate, Dill und Basilikum.





Für das davorgeschaltete Kaffeetrinken und das Dessert mussten nur die Hände ausgestreckt werden: Pflaumen und Äpfel. Aus ersteren entstand ein oberleckerer Kuchen, aus letzteren Brat-Bosköp(p)e [die eine Idee zu lange im Ofen geblieben sind, weil wir durchs Lesen schon abgelenkt waren].







Aber auch zum Hauptgang konnte eine Garten-Zutat beigesteuert werden: Ein Hokkaido ergänze die

Cremige (scharfe!) Orangen-Möhren-Kürbis-Suppe
Zutaten:
4 mittelgroße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
500 g Möhren
300 g Kartoffeln
Öl
Chilli
Salz
Pfeffer
Gemüsefond
20g Boutons de Rose (Rosenknospen)
500 ml Orangensaft und 6 frischen Orangen
1 Bund Lauchzwiebeln
200 g Crème fraîche
Basilikum
Minze
1 Brot (wahlweise Baguette)

Zubereitung:
Zwiebeln schälen, hacken. Möhren schälen, waschen und in grobe Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln, den Hokkaido waschen und grob würfeln.
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln u. Knoblauch darin glasig dünsten. Kartoffeln und Möhren zufügen, unter Wenden andünsten. Mit 1 TL Zucker, Chilli (Vorsicht!) und Pfeffer würzen.
Brühe und Orangensaft angießen, aufkochen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln. Die Boutons de Rose in einen Teebeutel füllen, fest zubinden und mitgaren lassen. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Suppe fein pürieren und abschmecken.
Die geschälten Orangen in bissgroße Stücke schneiden und unter die bereits vom Feuer genommene Suppe heben, zwei Minuten ziehen lassen. Dann mit Crème fraîche und Lauchzwiebeln anrichten.
Mit Basilikum- und Minzblättchen garnieren und Brot dazu reichen.







Das Brot kam frisch aus dem benachbarten Lehmbackofen - sehr lecker!

PS: Die Nicht-Vegetarier hatten noch gebratene Speckwürfel als Kompensation und Garnitur auf der Suppe.
PPS: Wer unbeschriftete kanarische "Saucen" als Mojo rojo identifiziert (die in der Regel nicht sonderlich scharf sind) und dementsprechend ohne Vorkostung in die Suppe tut, muss mit der Überraschung leben, dass für den Hauptgang plötzlich wesentlich mehr Zeit benötigt wird und mehrere Liter Milch und viiiiel Brot zusätzlich benötigt werden, um Zunge, Magen, Kreislauf und was weiß ich nicht noch alles in der Waage zu halten! ;-) [Im besten Falle waren nur ein paar Tröpfchen Schweiß von der Stirn zu wischen!]

Vorher hatten wir schon den einen oder anderen edlen Tropfen in die Kehle rinnen lassen - alles "Reste" von längst zurückliegenden runden Geburtstagen, Kinoreserven u.ä.





Gelesen haben wir aus:


"Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry (was unseren Kindern von der Kunstlehrerin im Unterricht beim Malen und Zeichnen vorgelesen wurde!)


"Löcher: die Geheimnisse von Green Lake" von Louis Sacher


"So tun, als ob es regnet" von Iris Wolf


"Die Tage des Gärtners: Vom Glück, im Freien zu sein" von Jakob Augstein


"Im Weinkeller" von Der Nister (aus: "Gedakht". Kooperativer farlag "Kultur-lige". Kiev 1929)


"Die Insel Hiddensee. Ein Heimatbuch" von Arnold Gustavs


"Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

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